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Albrecht-Lempp-Stipendium 2017

Einreichung von Anträgen von 2017-02-01 bis 2017-03-31

Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, das Polnische Buchinstitut und das Literarische Colloquium Berlin loben das Albrecht-Lempp-Stipendium 2017 aus.

Das Stipendium soll die Arbeit von deutschen und polnischen Schriftstellern und Übersetzern im Geiste der von Albrecht Lempp vertretenen hohen literarischen Standards fördern. Gleichzeitig soll das Engagement von Albrecht Lempp für den deutsch-polnischen Literaturaustauch gewürdigt werden. Das Stipendium richtet sich an deutsche und polnische Schriftsteller sowie an deutsche Literaturübersetzer aus dem Polnischen und polnische Literaturübersetzer aus dem Deutschen.

Programm

Das Programm besteht aus zwei Stipendien pro Jahr für einen jeweils einmonatigen Aufenthalt im anderen Land:

1) Ein Monat in Krakau im Übersetzerkolleg des Buchinstituts für einen deutschen Schriftsteller oder Übersetzer. Die Unterkunfts- und Reisekosten werden von den Stiftern gedeckt. Der Stipendiat erhält darüber hinaus ein Stipendium in Höhe von 1200 Euro.

2) Ein Monat im Gästehaus des Literarischen Colloquiums Berlin für einen polnischen Schriftsteller oder Übersetzer. Die Unterkunfts- und Reisekosten werden von den Stiftern gedeckt. Der Stipendiat erhält darüber hinaus ein Stipendium in Höhe von 1200 Euro.

Bewerbungsanforderungen und Bewerbungsfristen

Die Schriftsteller und Übersetzer reichen eine schriftliche Bewerbung in deutscher oder polnischer Sprache mit einer Auflistung ihrer bisherigen Leistungen und einem Arbeitsplan ein. Bewerbungen dürfen nur in elektronischer Form (per e-mail) zugeschickt werden.

Der nächste Bewerbungsschluss ist der 31. März 2017. Die Kandidaten werden bis Mitte Mai 2017 über die Auswahl informiert. Der genaue Zeitpunkt des Stipendiums wird von den Kandidaten direkt mit den Stiftereinrichtungen festgelegt.

Jury

Die Stipendiaten werden von einer Jury gewählt. Ein Ehrenmitglied der Jury ist Frau Elżbieta Lempp. Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, das Polnische Buchinstitut und das Literarische Colloquium Berlin stellen jeweils ein Jurymitglied.

Ansprechpartner

Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
Kontakt: Joanna Czudec, 
joanna.czudec@fwpn.org.pl, Tel. +48 22 338 62 65

Polnisches Buchinstitut
Kontakt: Elżbieta Wierzchowska, 
e.wierzchowska@instytutksiazki.pl, tel. +48 12 617 19 18

Literarisches Colloquium Berlin
Kontakt: Jürgen Jakob Becker, 
becker@lcb.de, Tel. +49 30 81699625

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Albrecht Lempp (1953-2012)

Albrecht Lempp war ein herausragender Förderer und Übersetzer der polnischen Literatur in Deutschland.

Über viele Jahre lang leitete er die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und prägte die positive Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern maßgeblich.

Als Mitbegründer des Polnischen Buchinstituts setzte er neue Standards in der auswärtigen polnischen Kulturpolitik und Literaturvermittlung. Für seine Verdienste wurde er mit dem Transatlantyk-Preis ausgezeichnet. 

Über die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit

Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit fördert das gute Verhältnis zwischen Deutschen und Polen. Seit 1991 hat sie über 10.000 bilaterale Projekte finanziert und damit die Fundamente der gegenseitigen Verständigung gestärkt. Handlungsvorgabe für die SdpZ ist die Überzeugung, dass Deutsche und Polen als gleichberechtigte Partner bestrebt sind, durch gemeinsames Handeln zur Ausgestaltung eines modernen, friedlichen und sozial gerechten Zusammenlebens in der Europäischen Union beizutragen. In diesem Sinne bilden beide Länder eine Gestaltungsgemeinschaft. Somit erhalten die bilateralen Beziehungen eine neue Dimension und eine neue Qualität, die auch den europäischen Kontext miteinbezieht.

Die Stiftung unterstützt deutsch-polnische Initiativen, dabei insbesondere: institutionelle Partnerschaften, Bildungsprojekte, die das Wissen über Deutschland und Polen erweitern oder die deutsche und polnische Sprache fördern, wissenschaftlichen Dialog sowie Kunst und Literatur.

Mit ihren Projekten wie zum Beispiel Studienreisen, Stipendienprogrammen, Publikationen und Debatten aber auch durch ihre Projektförderung möchte die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit Impulse für die deutsch-polnischen Beziehungen geben.

www.sdpz.org

Zum Polnischen Buchinstitut

Das Polnische Buchinstitut ist eine staatliche Kultureinrichtung, die sich der Förderung und Verbreitung der polnischen Literatur im Ausland sowie der Leseförderung in Polen widmet. Das Institut bietet u. a. Programme an, die sich an polnische Autoren, Übersetzer der polnischen Literatur sowie an internationale Verleger und Leser richten.

Das Polnische Buchinstitut arbeitet mit den wichtigsten polnischen und internationalen Literatureinrichtungen zusammen. 2016 wurde am Institut ein neuer Residenzort für Literaturschaffende eröffnet – ein internationales Übersetzer- und Schriftstellerkolleg. Das neue Zentrum vergibt Stipendien an Übersetzer und Schriftsteller aus der ganzen Welt.

www.bookinstitute.pl

Zum Literarischen Colloquium Berlin

Das LCB wurde 1963 von Walter Höllerer gegründet. Es ist Veranstaltungsforum und Gästehaus, Arbeitsstätte und Talentschmiede für Autoren und Übersetzer. Arbeiten in konzentrierter Atmosphäre, Austausch mit Autoren und Übersetzern, Erkundung der Literaturstadt Berlin: All dies bietet ein Aufenthalt im Literarischen Colloquium Berlin. Mit seinen Förderprogrammen, Projektinitiativen und der Zeitschrift „Sprache im technischen Zeitalter“ genießt das LCB den Ruf einer Institution mit internationaler Ausstrahlung. Lesungen, Workshops für Autoren und Übersetzer, Gäste aus aller Welt machen das Haus am Wannsee zu einem Ort der lebendigen Beschäftigung mit Literatur. Seit 1989 bildet der Austausch mit den Ländern Mittel- und Osteuropas einen Schwerpunkt der Programmarbeit. Langfristige Kooperationen (u. a. mit dem Deutschlandfunk und dem Goethe-Institut) garantieren die kontinuierliche Literaturvermittlung auch über Sprachgrenzen hinweg. Das LCB ist Sitz und Gründungsort des Deutschen Übersetzerfonds (www.uebersetzerfonds.de); mit den Seiten lcb.de, literaturport.de und lesungen.net ist es auch im Internet vertreten.

www.lcb.de