drucken

„Klima(t) 2.0 – online solutions for future“: Neues bilaterales Förderprogramm der SdpZ aus Mitteln des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland

Einreichung von Anträgen von 2020-05-04 bis 2020-07-31

Die SdpZ fühlt sich auch und gerade in Krisenzeiten ihrem Stiftungszweck verpflichtet, die gegenseitige Verständigung zwischen Polen und Deutschen, ein gutes, nachbarschaftliches Klima auf zwischenmenschlicher Ebene zu fördern. Der aktuelle, durch die Corona-Pandemie hervorgerufene wirtschaftliche und gesellschaftliche Stillstand erschwert diese Aufgabe ohne Zweifel. Grenzschließungen, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und Kontaktverbote stellen die deutsch-polnische Zusammenarbeit vor nicht gekannte, enorme Herausforderungen.         

Angesichts der Notwendigkeit sozialer Distanz und allgemeiner Verunsicherung auf beiden Seiten der Oder ist es umso wichtiger, den deutsch-polnischen Austausch über alternative Kommunikationskanäle aufrechtzuerhalten und innovative Kooperationsformate auszuprobieren. Dabei wollen wir die vielen, engagierten und von der aktuellen Krise betroffenen Akteur*innen der Zivilgesellschaft in Polen und Deutschland, insbesondere in der deutsch-polnischen Grenzregion, im Rahmen des Möglichen als verlässlicher Partner unterstützen.

Unter dem Motto „Klima(t) 2.0 – online solutions for future“ schreibt die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit daher ein spezielles Förderprogramm aus, das Bürger*innen in Polen und Deutschland niedrigschwellig die Möglichkeit geben soll, die Krisenzeit gemeinsam kreativ und interaktiv zu nutzen, um die Welt nach der Pandemie vorzudenken und mitzugestalten. Der Fokus auf dem Klimawandel als globaler „Herkulesaufgabe“ im 21. Jahrhundert und den Chancen der Digitalisierung bei deren Bewältigung umfasst viele Themen, in denen ökologisch nachhaltige, innovative und grenzüberschreitende Lösungen aus der Zivilgesellschaft gefragt sind.

Ziele des Förderprogramms sind die Einübung guter Praxis für die deutsch-polnische Zusammenarbeit im Internet als virtuellem Begegnungs- und Dialograum, der Erfahrungs- und Wissensaustausch über den Umgang mit den aktuellen Herausforderungen und die Umsetzung gemeinsamer, digitaler Ideen für mehr Klimaschutz.

Förderkriterien:

Wer?
Deutsche und polnische Einrichtungen der Zivilgesellschaft, die unter Nutzung moderner Technologien gemeinsam ein innovatives Projekt zum Umgang mit den ökologischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts umsetzen wollen.


Was?
Gefördert werden sollen grenzüberschreitende zivilgesellschaftliche Initiativen gemeinnützigen Organisationen aus Polen und Deutschland, die das Bewusstsein für die Folgen des Klimawandels in breite Teile der Gesellschaft und alle Altersklassen tragen und stärken.
Besonders berücksichtigt werden Projekte in der deutsch-polnischen Grenzregion, wo transnationale Zusammenarbeit in vielen (Lebens-)Bereichen bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie bereits gelebter Alltag war und hoffentlich bald wieder sein wird. Dort ist der Bedarf an bürgernahem, deutsch-polnischen Austausch über die gemeinsame, geschlossene Bewältigung der aktuellen Herausforderungen mit dem Coronavirus an der Spitze am drängendsten. Ferner haben Vorhaben, die inhaltlich an die von der SdpZ umgesetzte Initiative der Deutsch-Polnischen Gärten anknüpfen, ebenfalls gute Chancen auf Bezuschussung.

Der Fokus liegt auf Förderung digitaler Projektformaten (Videokonferenzen, Webinaren u.Ä.), die einen klimapolitischen Dialog und gemeinsamen Lernprozess zu den drängenden Fragen der Zeit (Klimawandel, Digitalisierung, Zukunft Europas, Grenzen der Globalisierung u. A.) auch unter den aktuellen Beschränkungen erlauben und sich ohne persönliche Begegnung umsetzen lassen.

Gemeinsame Projekte können mit bis zu 23.000 PLN/5.000 Euro bezuschusst werden.
Gleichzeitig kann die Förderung max. 80% der Gesamtkosten des Vorhabens decken.

Wann?
Antragsfrist: 04.05.2020 - 31.07.2020
Projektrealisierung im Zeitraum: 01.06.2020-16.11.2020

Wie?
Die Antragstellung ist abweichend vom regulären SdpZ-Verfahren mit mindestens vier Wochen Vorlauffrist innerhalb des genannten Zeitraums laufend möglich. Sie erfolgt über das Online-System für Antragsteller. Bitte vermerken Sie dort im Projekttitel, dass Sie Ihren Antrag im Rahmen der Sonderausschreibung „Klima(t) 2.0“ stellen.

Hinweise:

Über die Förderung entscheidet nach Qualitätsgesichtspunkten der Vorstand der SdpZ. Initiativen ressourcenschwacher Akteur*innen, deren Tätigkeit und Existenz von der aktuellen Krise in hohem Maße bedroht sind, werden dabei besonders berücksichtigt. Ebenso innovative und kreative Formate, die auch unter den geltenden Beschränkungen in der Lage sind, einen deutsch-polnischen Diskurs über die aktuellen Herausforderungen für die Nachbarländer anzustoßen und in möglichst weite Teile der Gesellschaften zu tragen. Ausdrücklich erwünscht sind Projekte, die den grenzübergreifenden Dialog im Umgang mit den multiplen Krisen unserer Zeit fördern und Jugendliche aktiv in die geplanten Vorhaben einbinden.

Das geförderte Projekt sollte über eine gewisse Außenwirkung verfügen und seine Ergebnisse öffentlichkeitswirksam dargestellt werden.

Sollten sich die öffentlichen Rahmenbedingungen im Laufe der Programmlaufzeit dahingehend ändern, dass die Voraussetzungen für Präsenzveranstaltungen oder zumindest Treffen der Projektbeteiligten gegeben wären, ist auf Antrag eine entsprechende Anpassung der geplanten Maßnahmen möglich.

Die Ausschreibung steht unter dem Vorbehalt der Mittelverfügbarkeit. Sollten die Mittel vor Abschluss der angegebenen Zeiträume erschöpft sein, werden die Antragsteller über den Abschluss der Programmlinie auf der Website der Stiftung informiert. Der Zeitraum für die Projektrealisierung darf nicht über den 16.11.2020 hinaus verschoben werden. Geförderte Projekte müssen im Zeitraum von einem Monat nach Projektabschluss erfolgreich abgerechnet sein – spätestens jedoch zum 30.11.2020. Die Auszahlung der bewilligten Mittel erfolgt in zwei Raten: 80% zu Beginn und 20% nach Abrechnung.

Die Mittel aus der Programmlinie können nicht mit einer regulären SdpZ-Förderung im Rahmen desselben Projektes verbunden und jeder Institution nur einmal gewährt werden. Gebietskörperschaften können sich im Rahmen der Projektlinie nicht bewerben.

Für weitere, allgemeine Hinweise zur Antragstellung, Projektumsetzung und Abrechnung beachten Sie bitte die allgemeinen Informationen zu diesen Fragen auf den Seiten der SdpZ.

Das Förderprogramm wird finanziert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes im Rahmen des Projektes „Deutsch-Polnische Bürgerenergie fürs Klima“.

Stoica Ionela / Unsplash
Stoica Ionela / Unsplash