20 Jahre EU-Mitgliedschaft Polens: Europa mit Sicherheit nach vorne bringen! EU-Jubiläumsprojektlinie mit besonders günstigen Förderbedingungen

Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit schreibt unter dem Motto „Europa mit Sicherheit nach vorne bringen“ eine EU-Jubiläumsprojektlinie aus.

20
Jahre EU-Mitgliedschaft Polens: Europa mit Sicherheit nach vorne bringe
n!
EU-Jubiläumsprojektlinie mit besonders günstigen
Förderbedingungen

Vor 20 Jahren, am 1. Mai 2004,
trat Polen der Europäischen Union bei, zusammen mit Ungarn, der Slowakei,
Slowenien, der Tschechischen Republik, Estland, Litauen, Lettland, Zypern und
Malta. Diese bislang größte Erweiterung der EU in ihrer Geschichtestellte
stellte einen Meilenstein für das Zusammenwachsen Europas zu einem Raum des
Friedens, der Sicherheit und  des
Wohlstands dar.

Der EU-Beitritt ermöglichte
Polen einen zivilisatorischen Sprung. Wirtschaftlich wurden alle Erwartungen
übertroffen: Polen gilt heute als neue Wirtschaftsmacht Europas. Ausgerechnet
ein erneuter Krieg in Europa hat Polens Bedeutung als Brücke nach Osten nach
dem 24. Februar 2022 ins öffentliche Bewusstsein gerückt und zu einer
deutlichen Gewichtsverlagerung innerhalb der EU geführt. Als direkter Nachbar
der angegriffenen Ukraine hat Polen enormes Potenzial, gemeinsam mit
Deutschland eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der künftigen europäischen
Russlandpolitik zu spielen. 

Trotz instabiler geopolitischer Lage und Sorgen mit Blick auf globale
Krisen wie Migration oder Klimawandel gibt es 2024 Grund zur Freude und
Hoffnung: Wir feiern nicht nur 20-jährige EU-Mitgliedschaft, sondern auch
Polens Rückkehr auf die europapolitische Bühne, wo die neue EU-freundliche
Regierung künftig wieder eine konstruktive und entscheidende Rolle spielen
will. Mit den Beitrittsversprechen an die Ukraine, Moldau und die
Westbalkanländer hat sich die EU viel vorgenommen: Die Debatte über Vertiefung
und Erweiterung, notwendige institutionelle Reformen, um handlungsfähig zu
bleiben, wird überschattet vom Erstarken rechtspopulistischer Parteien, die im
„Superwahljahr“ 2024 eine ernsthafte Bedrohung für Europa und die Demokratie
darstellen.

Vor diesem Hintergrund, der auch für die deutsch-polnischen Beziehungen
neue Chancen eröffnet, setzt die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
auch auf das Engagement der proeuropäischen Zivilgesellschaft in beiden Ländern
und schreibt unter dem Motto Europa mit Sicherheit nach vorne bringen
eine EU-Jubiläumsprojektlinie aus.

Wir möchten zivilgesellschaftlichen Akteuren aus Deutschland und Polen
niedrigschwellig die Möglichkeit geben, gemeinsam das vereinte Europa und (in
Polen) bislang Erreichte zu feiern und zu würdigen, den Zustand der EU durchaus
kritisch zu beleuchten und Europa optimistisch weiter zu denken.

 

Förderkriterien:

Was wird gefördert?

Bevorzugte
Themen und Fragestellungen:

·       20
Jahre EU-Osterweiterung
: Lessons Learned auch mit Blick auf die nächste
Erweiterungsrunde;

·       Konzepte
zur Reform der EU
, um erweiterungsfähig zu werden und handlungsfähig zu
bleiben: Vertiefung und Föderalisierung, Kern-Europa, Zukunft der Euro-Zone
u.Ä.;

·       Geopolitisches
Denken, Handeln, Aufrüsten: Wie stärken wir die Sicherheitsarchitektur
in Europa
angesichts eines möglichen Wegfalls der amerikanischen
Sicherheitsgarantie?

·      
Der Wiederaufbau der Ukraine und ihre Annäherung
an die EU als gemeinsame Aufgabe Deutschlands und Polens

·      
Chancen für die Wiederbelebung des Weimarer Dreiecks.
Was können Deutschland und Polen dank neuer Wiederannäherung gemeinsam in
Europa bewegen?

·       Initiativen
zur Stärkung des europäischen Gedanken und Engagement für die
gemeinsamen Werte im Kontext der Europawahlen;

·       Initiativen, die der Öffentlichkeit die zentrale
politische Bedeutung Polens
, aber auch der Ukraine für die Zukunft und
Sicherheit der EU nahebringen und das Ostbewusstsein der EU stärken.

Bevorzugte
Projektformen:

·       Seminare,
Konferenzen, Diskussionsveranstaltungen (auch im Format „bilateral+“: z.B.
Weimarer Dreieck, Ukraine, Baltikum)

·       Veröffentlichungen
(z.B. Zeitungsbeilagen, Sonderbeiträge auf Internetportalen, Analysen)

·       Originelle
und innovative Kultur- und Bildungsprojekte

Wer
kann Anträge einreichen?

·       Deutsche und polnische Institutionen der
Zivilgesellschaft, die aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums der
EU-Mitgliedschaft Polens den europäischen Geist stärken und Europa gemeinsam
weiter gen Osten denken möchten.

Gemeinsame Projekte können mit bis zu 30.000 PLN /
6.500 Euro
bezuschusst werden. Gleichzeitig kann die Förderung max. 80%
der Gesamtkosten
des Vorhabens decken.


Wann?
Antragsfrist: 15.02.2024 –
30.06.2024
Projektrealisierung im Zeitraum: 22.03.2024-31.12.2024

Wie?
Die Antragstellung ist abweichend vom regulären
SdpZ-Verfahren mit mindestens sechswöchiger Vorlauffrist
innerhalb des genannten Zeitraums laufend möglich. Sie erfolgt über das
Online-System für Antragsteller: https://e-wnioski.fwpn.org.pl/. Bitte vermerken Sie im Projekttitel, dass der Antrag im
Rahmen der Sonderausschreibung „#20JahreEU+PL“ eingereicht wird.


Hinweise:
Jeder Antragsteller
darf nur einen Antrag im Rahmen der Jubiläumsprogrammlinie stellen.

Über die Förderung entscheidet nach
Qualitätsgesichtspunkten der Vorstand der SdpZ.

Bestandteil jedes Projektes muss es sein, möglichst viele
lokale Akteure für die Umsetzung des Vorhabens zu gewinnen, um die Sichtbarkeit
des Projekts zu erhöhen. Gern gesehen sind generationsübergreifende Projekte,
aber auch solche, die den Austausch zwischen Politik und Zivilgesellschaft zum
Ziel haben.

Die
Auszahlung der bewilligten Mittel erfolgt in zwei Raten: 80% zu Beginn
und 20% nach Abrechnung, die spätestens zwei Monate nach
Projektabschluss einzureichen ist.

Für weitere,
allgemeine Hinweise zur Antragstellung, Projektumsetzung und Abrechnung
beachten Sie bitte die allgemeinen Informationen zu diesen Fragen auf den
Seiten der SdpZ.