Albrecht-Lempp-Stipendium 2022

Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, das Polnische Buchinstitut und das Literarische Colloquium Berlin loben das Albrecht-Lempp-Stipendium 2022 aus.

Die Stiftung
für deutsch-polnische Zusammenarbeit, das Polnische Buchinstitut und das
Literarische Colloquium Berlin loben das Albrecht-Lempp-Stipendium 2022 aus.

Das
Stipendium soll die Arbeit von deutschen und polnischen Schriftstellern und Übersetzern
im Geiste der von Albrecht Lempp vertretenen hohen literarischen Standards
fördern. Gleichzeitig soll das Engagement von Albrecht Lempp für den
deutsch-polnischen Literaturaustauch gewürdigt werden. Das Stipendium richtet
sich an deutsche und polnische Schriftsteller sowie an deutsche
Literaturübersetzer aus dem Polnischen und polnische Literaturübersetzer aus
dem Deutschen.

Programm

Das Programm
besteht aus zwei Stipendien pro Jahr für einen jeweils einmonatigen Aufenthalt
im anderen Land:

1) Ein Monat
in Krakau im Übersetzerkolleg des Buchinstituts für einen deutschen
Schriftsteller oder Übersetzer. Die Unterkunfts- und Reisekosten werden von den
Stiftern gedeckt. Der Stipendiat erhält darüber hinaus ein Stipendium in Höhe
von 1200 Euro.

2) Ein Monat
im Gästehaus des Literarischen Colloquiums Berlin für einen polnischen
Schriftsteller oder Übersetzer. Die Unterkunfts- und Reisekosten werden von den
Stiftern gedeckt. Der Stipendiat erhält darüber hinaus ein Stipendium in Höhe
von 1200 Euro.

 

Bewerbungsanforderungen
und Bewerbungsfristen

Die
Schriftsteller und Übersetzer reichen eine schriftliche Bewerbung in deutscher
oder polnischer Sprache mit einer Auflistung ihrer bisherigen Leistungen und
einem Arbeitsplan ein. Bewerbungen dürfen nur in elektronischer Form (per
e-mail) zugeschickt werden.

Der nächste Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2022. Die Kandidaten werden bis Ende März 2022 über die
Auswahl informiert. Der genaue Zeitpunkt des Stipendiums wird von den
Kandidaten direkt mit den Stiftereinrichtungen
festgelegt.     

Jury

Die
Stipendiaten werden von einer Jury gewählt. Ein Ehrenmitglied der Jury ist Frau
Elżbieta Lempp.  Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, das
Polnische Buchinstitut und das Literarische Colloquium Berlin stellen jeweils
ein Jurymitglied.

Ansprechpartner

Stiftung für
deutsch-polnische Zusammenarbeit
Kontakt: Joanna Czudec, joanna.czudec@fwpn.org.pl, Tel. +48 22 338 62 65

Polnisches
Buchinstitut
Kontakt: Agnieszka Urbanowska, a.urbanowska@instytutksiazki.pl, tel. +48 12 617 19 25 

Literarisches
Colloquium Berlin
Kontakt: Jürgen Jakob Becker, becker@lcb.de, Tel. +49  30  81699625

***

Albrecht
Lempp (1953-2012)

Albrecht
Lempp war ein herausragender Förderer und Übersetzer der polnischen Literatur
in Deutschland.

Über viele
Jahre lang leitete er die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und
prägte die positive Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern
maßgeblich.

Als
Mitbegründer des Polnischen Buchinstituts setzte er neue Standards in der
auswärtigen polnischen Kulturpolitik und Literaturvermittlung. Für seine
Verdienste wurde er mit dem Transatlantyk-Preis ausgezeichnet. 

 

Über die
Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit

Die Stiftung
für deutsch-polnische Zusammenarbeit  fördert das gute Verhältnis zwischen
Deutschen und Polen.  Seit 1991 hat sie über 16.000 bilaterale Projekte
finanziert und damit die Fundamente der gegenseitigen Verständigung 
gestärkt. Handlungsvorgabe für die SdpZ ist die Überzeugung, dass Deutsche und
Polen als gleichberechtigte Partner bestrebt sind, durch gemeinsames Handeln
zur Ausgestaltung eines modernen, friedlichen und sozial gerechten
Zusammenlebens in der Europäischen Union beizutragen.

Die Stiftung
unterstützt deutsch-polnische Initiativen, dabei insbesondere: institutionelle
Partnerschaften, Bildungsprojekte, die das Wissen über Deutschland und Polen
erweitern oder  die deutsche und polnische Sprache fördern,
wissenschaftlichen Dialog sowie Kunst und Literatur.

Mit ihren
Projekten wie zum Beispiel Studienreisen, Stipendienprogrammen, Publikationen
und Debatten aber auch durch ihre Projektförderung möchte die Stiftung für
deutsch-polnische Zusammenarbeit  Impulse für die deutsch-polnischen
Beziehungen geben.

www.sdpz.org

 

Zum
Polnischen Buchinstitut

Das
Polnische Buchinstitut ist eine staatliche Kultureinrichtung, die sich der
Förderung und Verbreitung der polnischen Literatur im Ausland sowie der
Leseförderung in Polen widmet. Das Institut bietet u. a. Programme an, die sich
an polnische Autoren, Übersetzer der polnischen Literatur sowie an
internationale Verleger und Leser richten.

Das
Polnische Buchinstitut arbeitet mit den wichtigsten polnischen und
internationalen Literatureinrichtungen zusammen. 2016 wurde am Institut ein
neuer Residenzort für Literaturschaffende eröffnet – ein internationales
Übersetzer- und Schriftstellerkolleg. Das neue Zentrum vergibt Stipendien an
Übersetzer und Schriftsteller aus der ganzen Welt.

www.bookinstitute.pl

 

Zum
Literarischen Colloquium Berlin

Das LCB
wurde 1963 von Walter Höllerer gegründet. Es ist Veranstaltungsforum und
Gästehaus, Arbeitsstätte und Talentschmiede für Autoren und Übersetzer.
Arbeiten in konzentrierter Atmosphäre, Austausch mit Autoren und Übersetzern,
Erkundung der Literaturstadt Berlin: All dies bietet ein Aufenthalt im
Literarischen Colloquium Berlin. Mit seinen Förderprogrammen,
Projektinitiativen und der Zeitschrift „Sprache im technischen Zeitalter“
genießt das LCB den Ruf einer Institution mit internationaler Ausstrahlung.
Lesungen, Workshops für Autoren und Übersetzer, Gäste aus aller Welt machen das
Haus am Wannsee zu einem Ort der lebendigen Beschäftigung mit Literatur. Seit
1989 bildet der Austausch mit den Ländern Mittel- und Osteuropas einen
Schwerpunkt der Programmarbeit. Langfristige Kooperationen (u. a. mit dem
Deutschlandfunk und dem Goethe-Institut) garantieren die kontinuierliche
Literaturvermittlung auch über Sprachgrenzen hinweg. Das LCB ist Sitz und
Gründungsort des Deutschen Übersetzerfonds (www.uebersetzerfonds.de); mit den Seiten lcb.de, literaturport.de und lesungen.net ist es auch im
Internet vertreten.

www.lcb.de

Foto: @Elżbieta Lempp