Besuch Helmuth Caspar von Moltkes in Warschau

Programm des Besuches von Helmuth Caspar von Moltke in Warschau am 14.-15. April 2013: ein Treffen unter dem Titel „Ein Christ in der Gesellschaft. Herausforderungen heute“ und die Debatte „Das Erbe unserer Eltern – Last, Verpflichtung, Erleichterung“.

Am 14.
April 2013 um 17:00 Uhr findet unter dem Titel „Ein Christ in der Gesellschaft.
Herausforderungen heute“ ein Treffen im Club der Katholischen Intelligenzija, in
der Freta-Straße 20/24 a in Warschau statt.


Die Organisatoren möchten – in Anlehnung an den Buchtitel von Anna Morawskas
Werk über Dietrich Bonnhoeffer („Dietrich Bonnhoeffer – Ein Christ im Dritten
Reich“) und bezugnehmend auf die erste Konferenz in Kreisau – zur Diskussion
über die Grundlagen und aktuellen Herausforderungen des Christentums einladen.
Das Treffen soll einen kameradschaftlichen Charakter haben, der einen Dialog
zwischen den Besuchern und den eingeladenen Teilnehmern erlaubt.

An diesem Tag ist auch ein Abendessen u.a. mit dem ehemaligen
Premierminister Tadeusz Mazowiecki geplant.

Am folgenden Tag, dem 15. April 2013 findet von 13:15 Uhr bis
14:45 Uhr eine öffentliche Debatte mit Caspar von Moltke und Andrzej Pilecki statt.
Diese trägt den Titel „Das Erbe unserer Eltern – Last, Verpflichtung,
Erleichterung“. Im Zentrum der Debatte stehen die persönlichen Erfahrungen von
Menschen, deren Eltern sich zu Zeiten der Diktatur auf bedeutende Weise durch
Mut auszeichneten und als Helden oder Vorbilder in die Geschichte eingingen.
Ausgangspunkt der Diskussion bilden die Erfahrungen des Sohnes James von
Moltkes, dem Repräsentanten des deutschen Widerstandes und Gründer des
Kreisauer Kreises sowie des Sohnes Witold Pileckis, Heimatarmeesoldat und
Organisator des Widerstandes im KZ Auschwitz.

Andrzej Pilecki ist der Sohn des
Rittmeisters Witold Pilecki. Dieser war Mitbegründer der Geheimen Polnischen Armee
sowie Gefangener und Organisator der Widerstandsbewegung in Auschwitz-Birkenau.
Er wurde durch die kommunistische Regierung angeklagt, zu Tode verurteilt und
schließlich 1948 hingerichtet. Er war der weltweit erste Autor von Berichten
über den Holocaust, den sogenannten Pilecki-Berichten. Nach dem Krieg schwieg
die Familie, die 50 Jahre lang von den Machthabern verfolgt worden war,
darüber, wer ihr Vater war.

Helmuth Caspar von Moltke ist der Sohn des
Grafen Helmuth James von Moltke. Dieser wurde wegen der Gründung des Kreisauer
Kreises, einer der wenigen oppositionellen Gruppen in Deutschland während des
Zweiten Weltkrieges, festgenommen und hingerichtet. Nach dem Krieg emigrierte
Helmuth Caspar von Moltke mit Mutter und Bruder nach Südafrika, später in die
USA. Seit 1989 trägt er auf Einladung Polens zur Entstehung der Stiftung
Kreisau für Europäische Verständigung in Polen und der Freya von
Moltke-Stiftung in Deutschland bei.

Das Treffen wird von Dr. hab. Waldemar Czachur moderiert.
Ort: Warschauer Universität, Institut für Germanistik oder DSH (Dom
Spotkań z Historią)

Was: Besuch Helmuth
Caspar von Moltkes in Warschau
Wo: Warschau
Wann: 14. und 15. April
2013