In der neusten Ausgabe des Deutsch-Polnischen Magazins
DIALOG nimmt Geschichte den wichtigsten Platz ein. Zwei historische Daten ziehen in diesem Jahr
besondere Aufmerksamkeit der Redaktion auf sich: die friedlichen Revolutionen
1989 in Polen und der DDR sowie die EU-Osterweiterung 2004. Zu diesen Themen schreiben
Janusz A. Majcherek, Edmund Wnuk-Lipiński,
Dariusz Filar und Basil Kerski. Eine umfassende Analyse dazu wird von Heinrich
August Winkler im Gespräch mit Adam Krzemiński durchgeführt.
Die
polnische Demokratie ist durch die europäischen Krisen der letzten Jahre gut
durchgekommen. In dieser Zeit hat es sich gezeigt, dass zwar die Bürger wenig
Vertrauen in die politische Klasse haben und viele Schwächen des demokratischen
Systems bemängeln, sie jedoch keine Alternative dazu sehen und in schwierigen
Zeiten immer wieder bereit sind, für die Demokratie einzutreten. Ein polnisches
Paradox ist der Kontrast zwischen Stabilität der Demokratie und der Krise der
demokratischen Kultur, die durch das schlechte Klima zwischen den politischen
Protagonisten verursacht wurde. Dem Land geht es zunehmend besser, vom
ökonomischen Wachstum profitiert die Mehrheit der Gesellschaft und das
politische Gewicht Polens hat international stark zugenommen, trotzdem ist die
Sprache der Politik extremer geworden.
In der neusten Ausgabe finden Sie auch unsere festen
Rubriken: Panorama, Grenzgebiet und Kultur.