In
Berlin und Warschau wurden während der nationalen Jurysitzungen für den Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis
2016 die Beiträge für das Finale
nominiert – Preisverleihung am 11. Mai während der Deutsch-Polnischen
Medientage in der Media City Leipzig
Die
insgesamt 24 Nominierten für den Deutsch-Polnischen
Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis 2016 stehen fest. Ihre Beiträge sind auf
den Sitzungen in Berlin und Warschau von den nationalen Jurys für das Finale
des 19. Wettbewerbs ausgewählt worden. Die Juroren trafen ihre Wahl aus
insgesamt 116 Einsendungen, wobei 62 Beiträge aus Deutschland und 54 aus Polen
kamen. Es wurden je sechs Beiträge in den Kategorien Print, Hörfunk, Fernsehen
sowie für den durch den Freistaat Sachsen ausgelobten Sonderpreis „Journalismus
in der Grenzregion“ nominiert. Die Preise sind mit jeweils 5.000 Euro pro
Kategorie dotiert. Verkündet und geehrt werden die Gewinner während der Festveranstaltung
zur Preisverleihung im Rahmen der Deutsch-Polnischen Medientage, die am 11.-12.
Mai 2016 in der Media City Leipzig stattfinden werden.
Der
gastgebende Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich,
betonte: „Die Verleihung des Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises
und die Medientage sind in beiden Ländern mittlerweile ein beliebter
Branchentreffpunkt für Journalisten, der zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch
genutzt wird. Wie wichtig Sachsen das Zusammenleben in der Grenzregion ist,
zeigt auch der von uns ausgelobte Sonderpreis. Damit sollen vor allem die
Arbeiten von Journalisten gewürdigt werden, die im Grenzraum unterwegs sind und
sich mit Alltagsthemen beschäftigen, die die Menschen beiderseits der Grenze
berühren.“
Der
deutsche Fachjuror in der Kategorie Hörfunk, Jürgen Hingst, erklärte: „Obwohl
die Zahl der eingereichten Beiträge leicht rückläufig ist, zeigt sich jedoch in
den einzelnen Stücken, dass die Qualität gleichbleibend hoch ist. Das Radio
vermag es auch in den Zeiten von Internet und bewegten Bildern, seine eigene
Ästhetik zu entfalten. Das ist besonders gut in den Reportagen gelungen, die sich
mit dem Thema Flucht und Migration beschäftigt haben. Sie bildeten einen
Schwerpunkt, der in diesem Jahrgang eingereichten Beiträge. Aber auch das ganz
normale Alltagsleben zwischen Deutschen und Polen wurde in vielen Beiträgen
spannend und zum Teil überraschend vielseitig beleuchtet.“ Der polnische Juror in
der Kategorie Fernsehen Jacek Kamiński betonte, wie sehr es die Veranstalter
freut, dass „in der diesjährigen Ausgabe des Deutsch-Polnischen
Journalistenpreises viele junge Redaktionen sich dazu entschlossen haben, das
erste Mal an dem Wettbewerb teilzunehmen, z.B. Horyzont Telewizja Słubice,
Radio Polska Live”.
Die
Preisverleihung ist Höhepunkt der Deutsch-Polnischen Medientage, die am 11. und
12. Mai – und damit einen Monat vor dem 25. Jahrestag des Deutsch-Polnischen
Nachbarschaftsvertrages – in der Media City Leipzig stattfinden werden. Die
diesjährige Konferenz arbeitet mit dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland (MTM)
zusammen.
Die
Teilnehmer der Deutsch-Polnischen Medientage sind herzlich dazu eingeladen,
auch an dem MTM zum Motto „Die Wucht des Wandels – In neuen Systemen leben“ (9.
Bis 11. Mai 2016; www.medientreffpunkt.de) teilzunehmen. Auch die bei dem MTM
anwesenden Journalisten können die Möglichkeit wahrnehmen und sich für die Deutsch-Polnischen
Medientage registrieren. Das Motto der diesjährigen Medientage lautet: „Europa
am Scheideweg – Integration oder Abschottung?“. Das Motto spiegelt den
europäischen Konflikt zwischen der Gewährleistung der Sicherheit auf dem
Kontinent und dem Schutz der aus den Konfliktregionen geflohenen Menschen
wieder. Während der Medientage werden die Journalisten und Experten darüber
hinaus über multinationale Zusammenarbeit, Beeinflussung der Medien durch die
Politik, die NATO-Politik vor dem Warschauer Gipfel am 8. – 9. Juli 2016, Digitalisierung
im Hörfunk sowie Kulturpolitik im Nachbarland diskutieren.
Nächstes
Jahr kann der Deutsch-Polnische Journalistenpreis auf eine 20-jährige Geschichte zurückblicken. Er
trägt seit Dezember 2013 den Namen Tadeusz Mazowiecki in Anerkennung der journalistischen
Tätigkeit des ersten demokratisch gewählten Premiers Polens nach der Wende.
Nominiert
wurden:
Kategorie
Print
1. Ich
bin wer, den du nicht siehst, Emilia Smechowski, TAZ am Wochenende.
2.
Alltag und Horror, Agnieszka Hreczuk, Tagesspiegel, Reportage.
3. Sehnsucht nach dem
Vater, Paul Toetzke. TAZ,
Reportage.
4. Serce po berlińsku, Joanna Gierak-Onoszko, POLITYKA.
5. Maczków nad rzeką Ems, Bartosz T. Wieliński, Gazeta
Wyborcza, Ale Historia
6. Tunel, Agnieszka Wójcińska, Gazeta Wyborcza, Wysokie
Obcasy.
Kategorie
Hörfunk
1. Zwischen Bio-Anbau
und Bodenspekulationen – Polens Landwirtschaft, Ernst-Ludwig von Aster und Anja
Schrum, Deutschlandfunk, Aussenpolitik/Gesichter Europas.
2. Heimat
wider Willen. Wie Tadeusz Sokolowski sich in Deutschland versöhnte, Marietta
Morawska-Büngeler, SWR2 Tandem, Redaktion Modernes Leben.
3. New
York New York oder Neues aus der alten Heimat, Tilla Fuchs, Sr2 Kulturradio.
4. Podróż z Marianne, Alicja Kulik, Polskie Radio Olsztyn, redakcja kulturalna.
5. Ukradziona i utracona młodość, Małgorzata Jurgiel, Anna Kolmer,
Polskie Radio Szczecin, redakcja publicystyki.
6. List, który zmienił Europę, Przemysław Gałecki, Polskie Radio Wrocław,
redakcja informacji.
Kategorie
Fernsehen
1. Nordstory:
Gekommen, um zu bleiben – von Polen und Deutschen in der Grenzregion, Kathrin
Matern, NDR Fernsehen, Landesfunkhaus MV.
2. Lebenslinien:
Celino Bleiweiss – Der rettende Name. Dagmar Wittmers. BR/Bayerisches Fernsehen,
Dokumentarfilm und RBB/Rundfunk Berlin Brandenburg, Dokumentation und
Zeitgeschehen.
3. Nachbar,
wie geht’s? Sorry, ich bin pleite! Katrin Materna und Łukasz Kowalski. MDR, Redaktion Osteuropa und
Dokumentationen und TVP 2, Redakcja Publicystyki.
4. Wyprzedzając swój czas, Radomir Wit, TVP2.
5. Dotknięcie anioła, Marek Tomasz Pawłowski, TVP Red. Form Dokumelntalnych
/ WDR PG Dokumentation.
6. Ogród po drugiej stronie rzeki, Paweł Kulik, Michał Kulik, TVP
Historia / pepe-tv.eu.
Kategorie
„Journalismus in der Grenzregion“
1. Schlesien:
Die Suche nach der Identität, Martin Jabs, MDR (Fernsehen), Zeitgeschehen:
Heute im Osten.
2. Deutsch-polnische
Kita, Antje Klingbeil, ZDF Landesstudio Brandenburg.
3. Mensch Nachbar, Roman
Nuck, Tomasz Sikora, Peter Kumpfe, MDR 1 Radio Sachsen.
4. Kowalski i Schmidt, Kinga Wołoszyn-Kowanda, Krzysztof Czajka, TVP
Wrocław / RBB.
5. Po wojnie w niemieckiej szkole, Grażyna Preder, Polskie Radio Koszalin.
6. Madonna Pechsteina, Jolanta Rudnik, Polskie Radio Koszalin.
Weitere
Informationen und Kontaktdaten sind auf
www.deutsch-polnischer-journalistenpreis.de abrufbar.
Kontakt:
Heidrun
Müller
Büro
des Deutsch-Polnischen Journalistenpreises
Staatskanzlei
des Freistaates Sachsen
Archivstraße
1, 01097 Dresden
Tel.: +49 (351) 564 1332
Mobil: +49 177 246 5130
Mail: dpjp@sk.sachsen.de
Magdalena
Przedmojska
Projektkoordinatorin
Stiftung
für deutsch-polnische Zusammenarbeit
ul. Zielna 37, 00-108 Warszawa
Tel.: +48 (22) 338 62 73+48 (22) 338 62 73
Fax: +48 (22) 338 62 01
Mail: magdalena.przedmojska@fwpn.org.pl