Förderprogramm „Europa 1918 – 2018: Erinnerung(en) bewahren, Zukunft gestalten“

„Europa 1918 – 2018: Erinnerung(en) bewahren, Zukunft gestalten“. Neues bilaterales Förderprogramm der SdpZ aus Mitteln des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland

„Europa 1918 –
2018: Erinnerung(en) bewahren, Zukunft gestalten“. Neues  bilaterales Förderprogramm der SdpZ aus
Mitteln des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland

Das Ende des Ersten Weltkrieges
jährt sich am 11. November 2018 zum 100. Mal. Gleichzeitig begeht Polen an
diesem Tag das 100-jährige Jubiläum der Wiedererlangung seiner staatlichen
Unabhängigkeit. Beide Jahrestage prägen auch die deutsch-polnischen Beziehungen
und rufen insbesondere die Zivilgesellschaft beider Länder zu gemeinsamen
(Gedenk-)initiativen und einem Dialog über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
auf.

Historische Jubiläen sind stets ein
geeigneter Anlass, sich vergangene Ereignisse zu vergegenwärtigen, sie neu zu
bewerten und dabei vor allem Lehren aus ihnen zu ziehen. Dem Ersten Weltkrieg
wird dieses Jahr in jedem europäischen Land sehr unterschiedlich, in erster
Linie aber national gedacht, während er doch eine europäische, gar globale
Dimension hatte.

Ein offener Dialog der nationalen
Erinnerungskulturen sowie die Besinnung auf die europäischen Werte als das
Verbindende, sollen die Bürgerinnen und Bürger in Polen und Deutschland dazu
animieren, durch gemeinsames, grenzüberschreitendes Handeln die Zukunft Europas
von unten mitzugestalten. Die Stärkung eines europäischen
Geschichtsbewusstseins und Identifikation mit der europäischen Idee sind gerade
jetzt, da der Zusammenhalt Europas gefährdet ist, notwendiger denn je.

Vor diesem Hintergrund schreibt
die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit das bilaterale Förderprogramm „Europa 1918 – 2018:  Erinnerung(en) bewahren, Zukunft gestalten“
aus. Es soll deutschen und polnischen Akteuren der Zivilgesellschaft die
Möglichkeit geben, in Anlehnung an die beiden Jahrestage gemeinsame
Initiativen für eine zukunftsgewandte, europäische Erinnerungskultur umzusetzen
und so die Bedeutung Europas als Friedens- und Wohlstandsprojekt wieder erfahrbar
zu machen.

Förderkriterien:

Wer?
Deutsche und polnische Einrichtungen der Zivilgesellschaft, die in Gedenken an
die beiden Jubiläen und andere historisch wichtige Ereignisse in „Europa 1918 – 2018“ gemeinsam ein
Projekt durchführen wollen.


Was?
Gefördert werden Bürgerinitiativen zur Bewahrung oder Wiederentdeckung
des historischen Erbes von Gedenkorten, sowie der grenzüberschreitende Dialog
über Kriegsursachen und -folgen, die Errungenschaften des Europäischen
Einigungsprozesses (Frieden, Demokratie, Menschenrechte, Meinungsfreiheit) und
Wege, diese angesichts der aktuellen Desintegrationstendenzen und Krisen zu
bewahren.

Förderfähig sind alle
Veranstaltungsformate mit Ausnahme reiner Sportveranstaltungen.

Gemeinsame Projekte können mit
bis zu 30.000 PLN/7.000 Euro
bezuschusst werden.


Gleichzeitig kann die Förderung max. 80%
der Gesamtkosten
des Vorhabens decken.

Wann?
Antragsfrist: 08.05.2018 – 31.07.2018
Projektrealisierung im Zeitraum: 20.06.-26.10.2018

Wie?
Die Antragstellung ist abweichend vom regulären SdpZ-Verfahren mit mindestens
einmonatiger Vorlauffrist innerhalb des genannten Zeitraums laufend möglich.
Sie erfolgt über das Online-System für Antragsteller. Bitte vermerken Sie dort
im Projekttitel, dass Sie Ihren Antrag im Rahmen der Sonderausschreibung „Europa 1918 – 2018“ stellen.

Hinweise:

Über die Förderung entscheidet
nach Qualitätsgesichtspunkten der Vorstand der SdpZ. „Grassroots-Projekte“
stehen dabei besonders im Fokus. Ebenso innovative Projekte, die neue
Zielgruppen einbeziehen.

Bestandteil jedes Projektes muss
es sein, möglichst viele lokale Akteure und Medienpartner für die Umsetzung des
Vorhabens zu gewinnen, um die Sichtbarkeit des Projekts zu erhöhen und als good
practice-Beispiel potentielle Nachahmer zu erreichen.

Die Ausschreibung steht unter dem
Vorbehalt der Mittelverfügbarkeit. Sollten die Mittel vor Abschluss der
angegebenen Zeiträume erschöpft sein, werden die Antragsteller über den
Abschluss der Programmlinie auf der Website der Stiftung informiert. Der
Zeitraum für die Projektrealisierung darf nicht über den 26.10.2018 hinaus
verschoben werden. Geförderte Projekte müssen im Zeitraum von einem Monat nach
Projektabschluss erfolgreich abgerechnet sein – spätestens jedoch zum 16.11.2018. Die Auszahlung der bewilligten Mittel erfolgt in
zwei Raten: 50% zu Beginn und 50% nach Abrechnung.

Die Mittel aus der Programmlinie
können nicht mit einer regulären SdpZ-Förderung im Rahmen desselben Projektes
verbunden und jeder Institution nur einmal gewährt werden. Gebietskörperschaften können sich im Rahmen der Projektlinie nicht
bewerben.

Für weitere, allgemeine Hinweise
zur Antragstellung, Projektumsetzung und Abrechnung beachten Sie bitte die
allgemeinen Informationen zu diesen Fragen auf den Seiten der SdpZ.

Die Projektlinie wird finanziert
aus Mitteln des Auswärtigen Amtes.