Den
Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis 2022 erhalten: Łukasz Grajewski, Jonas Seufert, Marta Rebzda, Waldemar
Modestowicz, Magdalena Szaniawska-Schwabe, Reinhard Laska, Bettina Wobst und
das Journalistenteam Outriders, bestehend aus: Lola García-Ajofrín, Karolina
Baca-Pogorzelska, Marta Bloch, Julia Alekseeva, Marek Berezowski, Tadeusz
Michrowski, Anas Idrees, Ali Alsheikh, Anna Górnicka, Jakub Górnicki, Andrzej
Budnik, Zuzanna Olejniczak, Piotr Kliks, Lorena Barrios, Grzegorz Kurek.
Die
prämierten Beiträge wurden in der Wochenzeitschrift „Tygodnik Powszechny” und
auf dem Portal BuzzFeed News Deutschland, im Theater des Polnischen Rundfunks
im Ersten Programm des Polnischen Rundfunks, im Magazin frontal bei ZDF, auf
der Plattform Outriders und Gazeta.pl sowie im MDR und auf ARTE veröffentlicht.
Die Ausrichter des diesjährigen Wettbewerbs und der 15.
Deutsch-Polnischen Medientage unter dem Motto „Empfangsstörungen
oder eine neue Wellenlänge. Kann Europa ruhig schlafen?“ – die
Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd
Bucerius und der Freistaat Sachsen – sowie die weiteren Stifter des Preises – die Bundesländer Brandenburg,
Mecklenburg-Vorpommern und die Woiwodschaften Lebuser Land, Westpommern und
Niederschlesien – gratulieren herzlich den Preisträgern und Preisträgerinnen in
den fünf Kategorien.
„Journalistinnen
und Journalisten sind wichtige ,Brückenbauer` – sie bauen die ,Brücken der
Verständigung`, indem sie mit ihrer Berichterstattung zum Abbau von
gegenseitigen Vorurteilen und für das Verständnis der Lebensverhältnisse
beiderseits der Grenze beitragen”, betont Oliver Schenk, Staatsminister für
Bundesangelegenheiten und Medien und Chef der Sächsischen Staatskanzlei während
der Preisverleihung. „Die Medienvertreter brauchen jedoch auch selbst einen Treffpunkt
des Gedankenaustausches und der persönlichen Begegnung. Wie sehr diese
persönlichen Treffen fehlten, hat das zweijährige pandemie-bedingte Ausweichen
in den virtuellen Raum gezeigt. Die Resonanz auf die Verleihung des
Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki Journalistenpreises und die Deutsch-Polnischen
Medientage, die erstmal beidseits der Grenze veranstaltet werden, zeigt, das Interesse
ist ungebrochen.“
Kategorie Print
Den Preis an Łukasz Grajewski
und Jonas Seufert für den Beitrag „Die wahren Kosten des Spargels”
überreichte Dagmar Reim, Kuratoriumsmitglied der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.
Der polnische Juror für die
Kategorie Print Marcin Torz sagte zur Begründung: „Ein schwieriges Thema wird
vom Verfasser unkonventionell, mutig und spannend behandelt. Der Text erfüllt
den höchsten journalistischen Anspruch und ist zugleich eine wunderbare und
fesselnde Lektüre.“.
Kategorie Hörfunk
Marta Rebzda und Waldemar
Modestowicz bekamen den Preis für das Hörspiel „Jemand wartet auf sie“,
gesendet im Theater des Polnischen Rundfunks vom Ersten Programm des Polnischen
Rundfunks. Überreicht wurde der Preis von Dr. Krzysztof Rak, geschäftsführender
Vorstand der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit.
Dorota Zyń-Horbaczewska, polnische Jurorin für die Kategorie Hörfunk,
sagte in ihrer Laudatio: „Die Autoren des Hörspiels verbinden geschickt und
interessant das Radiotheater mit der reportageartigen Arbeit und lassen
überzeugende Protagonisten aus Fleisch und Blut daran mitwirken. Die Fäden sind
emotional zusammengeflochten. Der Beitrag bringt viel Dramaturgie mit sich und
zeichnet sich durch sehr hohen künstlerischen Wert aus“.
Kategorie Fernsehen
Magdalena Szaniawska-Schwabe und
Reinhard Laska, ausgezeichnet für den Beitrag „Das globalisierte Päckchen: Was der Amazon-Erfolg
wirklich kostet“ für
frontal-Magazin auf ZDF, erhielten ihre Statuette von Prof. Dr. Karola Wille,
MDR-Intendantin.
Die Jurorin für die Kategorie Fernsehen Bogna Koreng betonte
in der Laudatio, dass „das Autorenduo mit dem Beitrag eine andere Sicht
auf das deutsch- polnische Verhältnis bietet, das beim Zuschauer ein ungutes
Gefühl hinterlässt. Ein soziales Thema über die unethischen – ja fast schon
absurden – Praktiken eines Konzerns, umfassend recherchiert, wunderbar
verdichtet und mehrschichtig erzählt.“
Kategorie
Multimedia
Magdalena
Kicińska, Chefredakteurin von Magazin Pismo überreichte den Preis an Anna Górnicka
und Jakub Górnicki, stellvertretend für das Journalistenkollektiv Outriders. Der
Siegerbeitrag „Visum nach nirgendwo” war das Ergebnis einer
Zusammenarbeit von 15 Journalistinnen und Journalisten in 7 Ländern, darunter: Lola
García-Ajofrín, Karolina Baca-Pogorzelska, Marta Bloch, Julia Alekseeva, Marek
Berezowski, Tadeusz Michrowski, Anas Idrees, Ali Alsheikh, Anna Górnicka, Jakub
Górnicki, Andrzej Budnik, Zuzanna Olejniczak, Piotr Kliks, Lorena Barrios,
Grzegorz Kurek.
Der
polnische Juror für die Kategorie Multimedia Piotr Stasiak über den
Siegerbeitrag: „Das Geschehen in der letzten Zeit erinnerte uns an den grundlegenden
Auftrag, welchen der sozial engagierte Journalismus zu leisten hat. Der
Reporter ist Zeuge. Er wird zur Stimme derjenigen, die ihrer Stimme in der heutigen
Welt beraubt sind, die ignoriert und ausgegrenzt werden. Die Autoren und
Autorinnen des journalistischen Projekts „Visum nach nirgendwo“ erfüllten den
Auftrag vorbildhaft“.
Kategorie „Journalismus
in der Grenzregion“
Den durch den Freistaat Sachsen
gestifteten Preis in der Kategorie „Journalismus in der Grenzregion“, für den
Beitrag „Zoff im Tagebau
Turow – Gräbt Polen anderen das Wasser ab?“ übergab an die Journalistin Bettina Wobst der Staatsminister
für Bundesangelegenheiten und Medien, Chef der Sächsischen Staatskanzlei,
Oliver Schenk.
Die Jurorin für die Kategorie Fernsehen, Alicja Rucińska, pries in ihrer
Laudatio, dass die Geschichte von der Suche nach Verständigung erzähle. „Im
Vordergrund steht nicht so sehr der Tagebau Turów, sondern vielmehr das Leben
im Dreiländereck im Schatten des Konfliktes.“ Und „es ist schließlich auch eine Geschichte
über den Lokaljournalismus in der Grenzregion, dessen Rolle immer noch
unterschätzt wird und der sehr wichtig immer da ist, wo Sprachen, Kulturen und
gegensätzliche Interessen aufeinandertreffen. Der Beitrag soll auch Inspirationsquelle
für all diejenigen sein, die in der Grenzregion leben und arbeiten“.
Von den 183 eingereichten
Beiträgen waren 76 Printbeiträge (39 deutsche und 37 polnische), 46
Hörfunkbeiträge (20 deutsche und 26 polnische), 30 Fernsehbeiträge (25 deutsche
und 5 polnische), 15 Multimediabeiträge (7 deutsche und 8 polnische) sowie 16
Beiträge in der Kategorie „Journalismus in der Grenzregion“ (11 deutsche und 5
polnische). Das Preisgeld in jeder Kategorie beträgt 5 000 Euro.
Alle nominierten Beiträge können bis April 2023 unter https://nom2022.dnimediow.org/ eingesehen werden. Die feierliche Preisverleihung im
Gerhart-Hauptmann Theater Görlitz steht in der MDR-Mediathek zur
Deutsch:
https://youtu.be/dpjp
Polnisch:
https://youtu.be/dpjp
Stifter des Deutsch-Polnischen
Journalistenpreises 2022 sind die Stiftung für deutsch-polnische
Zusammenarbeit, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie die sechs
Partnerregionen: die drei Woiwodschaften – Westpommern, Lebus und
Niederschlesien – und die drei Bundesländer – Brandenburg,
Mecklenburg-Vorpommern und der Freistaat Sachsen. Der Sonderpreis „Journalismus
in der Grenzregion“ wird vom Freistaat Sachsen gestiftet. Mehr auf der
Homepage: www.dnimediow.org.