Die Christliche Begegnungswoche fand zum
ersten Mal im Jahr 1991 statt, als sich Christen aus Polen, Deutschland und der
Tschechoslowakei in Zgorzelec, der polnischen Nachbarstadt von Görlitz trafen.
Im Jahr 1999 folgten Gruppen aus der Slowakei, ab 2005 aus Österreich und
Ungarn. Die Begegnungen bieten eine Plattform für den Dialog der Kulturen und
Traditionen und des Ideenaustauschs in religiösem und sozialem Kontext. Die
Treffen finden alle 2-3 Jahre statt, dieses Jahr war Breslau die Begegnungsstätte.
Die Internationale Begegnungswoche der Christen aus Mittel- und Osteuropa ist für
Breslau ein Vorgeschmack dessen, was die Stadt 2016 erwartet, wenn Breslau
zusammen mit der spanischen Stadt San Sebastián, den Titel Europäische
Kulturhauptstadt trägt.
Die Teilnehmer wurden von der Vizepräsidentin der
Stadt Breslau, Anna Szarycz, begrüßt. Das Begegnungsprogramm umfasste
ökumenische Gottesdienste, als auch Konzerte und Bibelworkshops, sowie Vorträge
und Podiumsdiskussionen zu den aktuellen Herausforderungen der europäischen
Politik.
Über die Rolle der Kirche im
Versöhnungsprozess in Mittel- und Osteuropa hielt Prof. Jerzy Buzek einen
Vortrag. In seiner Rede unterstrich er die Rolle der Kirche in der Wertebildung.
Die im Christentum verankerten Werte wie die Würde des Menschen, die
Gleichheit, die Verantwortung und Subsidiarität sind Merkmale, die für die Bildung
einer Zivilgesellschaft notwendig sind, sich aber hinter dem Eisernen Vorhang nicht
entwickeln konnten. Diese Werte überdauerten eben in den Kirchen, welche gerade
in Mittel- und Osteuropa nicht nur ein
Ort der religiösen Freiheit, sondern auch der politischen Teilhabe waren.
Die Begegnungswoche fand vom 4.-6. Juni 2014
in der Jahrhunderthalle in Breslau statt.
Gastgeber des nächsten Treffens im Jahr 2016
wird Budapest sein.
Weitere Informationen zum Treffen finden Sie
unter: http://www.ekumenizm.pl/content/article/20140704013752666.htm, http://www.wroclaw2014.net/