Neue Ausgabe des deutsch-polnischen Magazins DIALOG

70 Jahre nach Ausbruch des Aufstandes im Warschauer Ghetto wird in diesem Frühjahr in Polens Hauptstadt das Museum der Geschichte der polnischen Juden eröffnet. Dieses Ereignis hat die Redaktion des Magazins zum Anlass genommen, um sich Janusz Korczak, der Symbolgestalt der polnisch-jüdischen Kultur, anzunähern und der Frage nachzugehen, wie das jüdische Erbe heute in Polen gepflegt wird.

Czytaj artykuł w polskiej wersji językowej: Nowy numer magazynu polsko-niemieckiego DIALOG

70
Jahre nach Ausbruch des Aufstandes im Warschauer Ghetto wird in diesem Frühjahr
in Polens Hauptstadt das Museum der Geschichte der polnischen Juden eröffnet.
Dieses Ereignis hat die Redaktion des Magazins zum Anlass genommen, um sich Janusz
Korczak, der Symbolgestalt der polnisch-jüdischen Kultur, anzunähern und der
Frage nachzugehen, wie das jüdische Erbe heute in Polen gepflegt wird.

Katarzyna
Weintraub hat die Leser in die Provinz eingeladen, wo – begünstigt durch die
Dezentralisierung – in vielen kleinen Gemeinden Vereine und Stiftungen
entstanden sind, die das Erbe der polnischen Juden sichern und an die jüngere
Generation weiterreichen. Diese Initiativen decken nicht nur die kulturelle und
ethnische Vielschichtigkeit polnischer Geschichte auf, sondern stellen oft auch
nationalistische Identitätsmodelle in Frage.

Anna
Mateja besuchte in Krakau die Schriftstellerin Joanna Olczak-Ronikier, die mit
ihrem Buch „Korczak“ kein neues Denkmal des Pädagogen errichten will – sie
interessiert sich für den modernen Menschen Korczak, fragt nach der Aktualität
seines Denkens.

Kein
Interesse an Mythenbildungen hat auch Paweł Śpiewak, Direktor des Jüdischen
Historischen Instituts in Warschau. Inspiriert von den im Ghetto entstandenen
Erinnerungen Korczaks zeichnet Śpiewak in seinem Essay das Bild eines
Einzelgängers.

Die
neue Ausgabe des DIALOGS bereits im Handel. Mehr Informationen unter www.dialogonline.de