Am
25. November 2014, dem Vorabend der Kommissionssitzung, waren die bayerischen
Experten im Sitz der SdpZ zu Besuch. Gesprächsthemen waren die Möglichkeit
einer Zusammenarbeit in Außenprojekten der Stiftung, die polnisch-bayerische
Zusammenarbeit sowie eine Kooperation für die Entwicklung der Zivilgesellschaft
in der Ukraine. Das Treffen fand auf Einladung des geschäftsführenden
Vorstandsmitglieds der SdpZ Prof. Dr. habil. Krzysztof Miszczak statt.
Die SdpZ stellte ihre
Tätigkeit und Projekte vor, die in Kooperation mit Selbstverwaltungen und
Hochschulen in Deutschland und Polen entstanden und betonte das Engagement der
polnischen Wojewodschaften in deutsch-polnischen Projekten. Ganz besonders
wurde die Wojewodschaft Podkarpacie (Vorkarpaten) hervorgehoben, deren
Vertreter seit 2014 in der Expertenkommission sitzen. Während des Treffens
wurde die Frage nach der gemeinsamen Erklärung vom Runden Tisch vom 12. Juni
2011 aufgegriffen, die deutsche Staatsbürger polnischer Abstammung, Polen in
Deutschland und die deutsche Minderheit in Polen unterstützen soll. Außerdem
wurde der Umfang der polnisch-bayerischen Wirtschaftsbeziehungen vorgestellt.
Die polnisch-bayerische
Expertenkommission wurde als Ergebnis der Befunde von Władysław Bartoszewski im
Jahr 1995 während eines Besuchs in Bayern gegründet. Die erste Sitzung fand
1996 in München statt. Seitdem finden die Treffen etwa alle anderthalb Jahre im
Wechsel in Polen und Bayern statt.
Bayern ist eines der
Bundesländer, in denen Polen über eine Expertenkommission verfügt – dies ist
eine wichtige Einrichtung hinsichtlich des enormen wirtschaftlichen Potentials
Bayerns sowie der Zusammenarbeit der Selbstverwaltungen. Der Ausschuss setzt
sich aus Beamten zusammen, entsandt durch deutsche Ministerien und polnische Marschall-Ämter
(aktuell aus den Wojewodschaften Lódź (Lodsch), Małopolskie (Kleinpolen),
Warmińsko-Mazurskie (Ermland-Masuren) i Podkarpacie (Vorkarpaten).
Die Zusammenarbeit umfasst
die Bereiche Wirtschaft, Rettungsdienste, Landwirtschaft, Wissenschaft, Bildung
und Kultur. Im Jahr 2008 übernahm das Büro des Beauftragten für Internationalen
Dialog unter der Leitung des Staatssekretärs Władysław Bartoszewski die
Aufgabe, die Treffen zu organisieren. Der bayerischen Seite sitzt Ministerin
Beate Merk vor.