„Stereoscope Ukraine“: Internationales Medienprojekt zur Ukraineberichterstattung

Das Medienprojekt „Stereoscope Ukraine“ bringt Journalisten aus der Ukraine, Russland und der EU zum Dialog und gemeinsamer Recherche zusammen. Am 31. Juli startete das Projekt in Berlin-Schwanenwerder.

(n-ost) Berlin,
31. Juli 2014 – Am 31. Juli startete das internationale Medienprojekt
„Stereoscope Ukraine“. 36 Journalisten aus Ukraine, Russland, Deutschland,
Polen, Litauen und Großbritannien trafen sich vom 31. Juli bis 2. August in Berlin.
Ziel des Projekts ist der Austausch von Kollegen über die Ukraine-Berichterstattung
seit der Maidan-Phase.

Zu den
teilnehmenden Journalisten gehören Reporter, wie Ilya Barabanov, von der russischen
Tageszeitung „Kommersant“, Marina Akhmedova von „Russki Reporter“ oder Roland
Oliphant von „The Telegraph“, die noch vor wenigen Tagen vor Ort in der Ostukraine
recherchiert haben. Weitere Teilnehmer sind etwa Serhii Leshchenko, stellvertretender
Chefredakteur der „Ukrainska Pravda“,  Pawel Pieniążek, Reporter der polnischen
„Tygodnik Powszechny“, oder Julia Smirnova, Korrespondentin der „Welt“.

 „Die Begegnung von Journalisten aller an dem
Konflikt beteiligter Seiten bietet die große Chance, Licht in die
unübersichtliche Gemengelage von unabhängiger Berichterstattung, öffentlicher
Meinung und staatlicher Instrumentalisierung der Medien zu bringen“, umreißt
Hanno Gundert,  Geschäftsführer von
n-ost, die Zielsetzung des Projekts. Gerade wegen der aktuellen Zuspitzung des
Konflikts nach dem Absturz der MH17 ist die gemeinsame Reflexion über die
Berichterstattung, die „Stereoscope Ukraine“ ermöglicht, wichtig.

Eingerahmt von zwei
Round-Table-Treffen in Berlin und Kiew (3.-5. Oktober 2014) recherchierten die
Kollegen außerdem in internationalen Teams vor Ort. In Berlin planten die
Teilnehmer gemeinsame journalistische Beiträge, die dem multiperspektivischen Ansatz
des Projekts entsprachen. Ein Teil der produzierten Texte sollte übersetzt und simultan
in mehreren der beteiligten Medien und Länder veröffentlicht werden.

Förderer des
Projekts sind die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
und Renovabis.

Weitere
Informationen unter www.n-ost.org/stereoscope

Pressekontakt:
Tamina Kutscher, Projektleitung, Tel. 0176-78 027 029, kutscher@n-ost.org

Was: „Stereoscope
Ukraine“: Internationales Medienprojekt zur Ukraineberichterstattung
Wo: Berlin-Schwanenwerder
Wann: 31. Juli – 2. August 2014