Tadeusz-Mazowiecki-Medienpreis
Jury
Peter Frey
Peter Frey, Journalist und Fernsehmoderator. Er war von 2010 bis 2022 Chefredakteur des ZDF. Frey studierte Politikwissenschaft, Pädagogik und Spanisch an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und in Madrid. Für das ZDF war er Korrespondent in Washington, leitete das ZDF-Morgenmagazin, die Hauptredaktion Außenpolitik und das Hauptstadtstudio. Er moderierte Sendungen „auslandsjournal”, „Berlin direkt” und die Interviewreihe „Was nun?”. In Medienbeiträgen und auf Podien äußert er sich zu aktuellen politischen und berufsethischen Fragen des Journalismus.
Grzegorz Gauden
Grzegorz Gauden ist Jurist, Ökonom und Journalist.
In den 1970er Jahren engagierte er sich in der studentischen Kulturbewegung in Posen. 1981 war er Leiter der Informationsabteilung des Interbetrieblichen Gründungskomitees und später des Regionalvorstands der NSZZ Solidarność Wielkopolska sowie Chefredakteur der Tageszeitung „Wiadomości Dnia“ und der Wochenzeitung „Obserwator Wielkopolski“. Nach der Verhängung des Kriegsrechts am 13. Dezember 1981 wurde er interniert. 1984 emigrierte er nach Schweden, wo er von 1985 bis 1990 Vorsitzender des Schwedischen Unterstützungskomitees für die Solidarność war.
Nach seiner Rückkehr nach Polen im Jahr 1993 war er unter anderem Chefredakteur der Tageszeitung „Rzeczpospolita“, Direktor des Buchinstituts in Krakau sowie Präsident der Presseverlegerkammer.
2019 veröffentlichte er das Buch „Lwów. Kres iluzji. Opowieść o pogromie listopadowym“, für das er 2020 mit dem Historischen Preis der Wochenzeitschrift „Polityka“ ausgezeichnet wurde. 2021 erhielt er dafür zudem eine Auszeichnung des Verlegerforums in Lwiw. 2024 erschien sein Buch „Polska sprawa Dreyfusa. Kto próbował zabić prezydenta“, das vom „Magazyn Literacki Książki“ zum Buch des Jahres 2024 gewählt wurde. Er ist Mitglied des Polnischen PEN-Clubs.
Basil Kerski
Kulturmanager, Museumsdirektor, Experte für internationale Politik, Redakteur und Essayist. Seit Januar 2026 Präsident des Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Düsseldorf. Ehemaliger Direktor des Europäischen Solidarność-Zentrums in Danzig.
Ehemaliger Chefredakteur des zweisprachigen „Deutsch-Polnischen Magazins DIALOG“ in Berlin und Danzig. Mitglied der Redaktion der Danziger Zeitschrift „Przegląd Polityczny“, Vorstandsmitglied des Polnischen PEN-Clubs. Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher, Essays, Artikel und Kommentare zu historischen, politischen und kulturellen Themen. Politischer Kommentator in europäischen Medien. Basil Kerski lebt in Polen und Deutschland.
Foto: Grzegorz Mehring
Dominika Kozłowska
Dr. phil. Dominika Kozłowska, Vorstandsvorsitzende der Znak-Verlagsgruppe, Chefredakteurin der Monatszeitschrift Znak, Doktorin der Geisteswissenschaften im Bereich Philosophie, Redakteurin, Essayistin und Kulturmanagerin. Seit 2006 mit Znak verbunden. Mitglied des Vorstands seit 2017 und Vorstandsvorsitzende seit 2021. Zur Znak-Gruppe, dem heute größten und ältesten Verlagshaus Polens, gehören mehrere Verlage, Online-Buchhandlungen, darunter Woblink, das Bücher in digitalen Formaten anbietet, und das soziale Netzwerk Lubimyczytać.pl. Sie ist Mitglied des Programmausschusses des Europäischen Solidaritätszentrums in Danzig und der Verband der Christen und Juden „Przymierze“. In den vergangenen Jahren war sie u. a. Mitglied des vom Krakauer Bürgermeister ernannten Gleichbehandlungsrats, des Frauenkongresses und des Józef Tischner Gedankeninstituts, wo sie Chefredakteurin der englischsprachigen Zeitschrift „Thinking in Values“ war.
Juryvorsitzende des Tadeusz-Mazowiecki-Medienpreis.
Olaf Kühl
Schriftsteller und literarischer Übersetzer (Dorota Masłowska, Szczepan Twardoch, Witold Gombrowicz u.v.a.). Sein erster Roman „Tote Tiere” (2011) war inspiriert von einer Sibirienreise zum Straflager von Michail Chodorkowski. „Der wahre Sohn” (2013) war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Der Politthriller „Letztes Spiel Berlin” (2019) erzählt die Verstrickung eines Polen in eine Agentenaffäre in Berlin. 2023 erschien das Sachbuch „Z. Kurze Geschichte Russlands, von seinem Ende her gesehen”. Das Buch schaffte es im Juli 2023 auf Platz Eins der Bestenliste von NZZ, der WELT, WDR und ÖRF. Alle Bücher sind bei Rowohlt Berlin erschienen. Von 1996 bis 2021 war Kühl Russland-Referent des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.
Foto: Lila Karbowska
Magdalena Parys
Magdalena Parys – Schriftstellerin, 1971 in Danzig geboren. Als Kind wanderte sie mit ihrer Familie nach West-Berlin aus. Sie studierte Polonistik und Pädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin.
2011 veröffentlichte sie ihren Roman „Tunel“ (Der Tunnel), der von culture.pl als bedeutendstes Debüt des Jahres gewürdigt wurde und mit dem Polonia-Preis „Złota Sowa“ (Goldene Eule) als auch mit dem Literaturpreis der Stadt Quimper in Frankreich ausgezeichnet wurde. Für ihren Roman „Magik“ (Der Magier) erhielt sie zudem den Literaturpreis der Europäischen Union. Ihr jüngster Roman „Floren“ bildet – nach „Książę“ (Der Prinz) – den abschließenden Band der Berliner Trilogie, die mit dem Roman „Magik“ ihren Anfang nahm. Im Jahr 2023 erschien eine neue Ausgabe des Romans „Biała Rika. Żeliwne ptaki“.
Sie schreibt für die polnische, deutsche und französische Presse und ist Kolumnistin der polnischen Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“. Ihre Bücher wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.
Foto: Weronika Kużma
Kaja Puto
Kaja Puto – Chefredakteurin des Onlinemagazins KrytykaPolityczna.pl sowie Journalistin und Kommentatorin zu internationalen Themen mit Fokus auf Osteuropa, den Südkaukasus und Deutschland. Ihr besonderes Interesse gilt gesellschaftlichen Transformationsprozessen, der Stadtentwicklung und dem Verkehr, insbesondere dem Eisenbahnwesen.
Sie ist Preisträgerin des Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises (2020) sowie der 5. Ausgabe des Leopold-Unger-Stipendiums für junge Journalistinnen und Journalisten (2016). Zudem wurde sie für den Grand Press (2019), den Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis (2019) sowie den Ryszard-Kapuściński-Preis der Polnischen Presseagentur (2024) nominiert.
Sie ist mit dem Netzwerk n-ost – The Network for Reporting on Eastern Europe verbunden. In den Jahren 2015–2018 war sie stellvertretende Leiterin des polnischen Verlags Ha!art. Sie absolvierte das Interdisziplinäre Individualstudium der Geisteswissenschaften (MISH) sowie Philosophie an der Jagiellonen-Universität in Krakau und studierte darüber hinaus auch Osteuropastudien in Berlin und Tiflis.
Foto: Jakub Szafrański
Emilia Smechowski
Foto: Marzena Skubatz