Völkerschlacht bei Leipzig 1813. Beilage zur Wochenzeitschrift „Tygodnik powszechny” 42/2013

In der neusten Ausgabe der Wochenzeitschrift „Tygodnik powszechny” ist eine Beilage zur Schlacht bei Leipzig erschienen, die gemeinsam mit der SdpZ erarbeitet wurde. Vor 200 Jahren ereignete sich dort die „Völkerschlacht“, von der an der endgültige Fall Napoelons seinen Anfang nahm.

In der neusten Ausgabe der
Wochenzeitschrift „Tygodnik powszechny” ist eine Beilage zur Schlacht bei
Leipzig erschienen, die gemeinsam mit der SdpZ erarbeitet wurde. Vor 200 Jahren
ereignete sich dort die „Völkerschlacht“, von der an der endgültige Fall
Napoelons seinen Anfang nahm. An die Umstände erinnern Rafał Ryszka, Dr.
Andrzej Nieuważny und Joachim Trenkner.
 

Vor
200 Jahren ereignete sich in Leipzig die „Völkerschlacht“, von der an der
endgültige Fall Napoelons seinen Anfang nahm. Über die Umstände der Schlacht
informiert Rafał Ryszka: „An dieser größten Schlacht des damaligen Europas
nahmen alle europäischen Großmächte sowie Vertreter vieler, wenn nicht sogar
der Mehrheit der europäischen Nationen teil. Die riesige Armee unter dem
Kommando Napoelon Bonapartes wurde von einer Koalition aus Österreich, Preußen,
Russland und Schweden zermürbt. Über eine halbe Million Soldaten waren an der
Schlacht beteiligt. Hunderttausende fielen. […] An der Seite Napoleons kämpften
die Polen. Pfarrer Józef Poniatowski bezahlte dies mit seinem Leben, als er
versuchte, den über die Ufer getretenen Fluss Elster zu durchqueren.“

Nach
dem Tod des Pfarrers Poniatowski während der Völkerschlacht wurde er zur Legende,
doch alles über dieses Ereignis, so Dr. Andrzej Nieuważny, werden wir nicht
mehr in Erfahrung bringen.: „Nur wenig erinnert heute daran, dass  er einer französischen Kugel zum Opfer fallen
gefallen sein konnte. Es war ein Oktobernachmittag, es ist also möglich, dass
ein französischer Soldat im Halbdunkel eine Gruppe Reiter erblickte, erschrak
und schoss.“ – schreibt Dr. Nieuważny.
„Schnell tauchten auch bestimmte Gadgets auf, wie wir das heute nennen würden:
Grafiken, Teller, die an den Tod Poniatowskis erinnerten, aber auch die
Verzweiflung seiner Frau und Kinder war offenkundig. Zu der Zeit war
Poniatowski bereits über fünfzig und hatte zwei uneheliche Söhne, doch er hatte
es nicht geschafft, zu heiraten… Auf der anderen Seite bietet auch dies
Grundlage für eine Legende: Er kämpfte tapfer und starb bei dem Versuch, seine
Truppe zu retten.

Zum zweihundertsten Jahrestag der Schlacht werden
viele Ereignisse und Feierlichkeiten abgehalten – jedoch, so fasst Joachim
Trenker zusammen, unterscheidet sich die deutsche Erinnerung an Leipzig
grundlegend von der polnischen: „Wie sehr sich die deutsche Sicht immer noch
von der polnischen unterscheidet bezeugen z.B. die Titel kürzlich in
Deutschland erschienener Bücher: ‚Die Völkerschlacht bei Leipzig – Europas
Kampf gegen Napoeleon’ von Hans-Ulrich Thamer oder ‚Der Kampf um Freiheit – die
napoleonischen Befreiungskriege in Deutschland’ von Arnulf Krause. Das Motto
der diesjährigen Feierlichkeiten lautet jedoch: „Leipzig 1813-1913-2013 – eine
europäische Geschichte“ und der Schwerpunkt liegt auf der Idee der Aussöhnung.
„Nicht nur mit den Franzosen, sondern auch mit deren damaligen Verbündeten –
den Polen“ Unterstreicht Trenker.

Was: Beilage zur Wochenzeitschrift „Tygodnik
powszechny“ 42/2013 zum Thema Völkerschlacht
Wann
und wo: ab Mitte Oktober 2013 am Kiosk