Geschichte ist eine Konstruktion – Geschichte muss erzählt werden.
Inzwischen gehören die Kritik an Meistererzählungen und die Auflösung
allgemeinverbindlicher Deutungen zum wissenschaftlichen Standard; umso
mehr drängt sich die Frage auf, wie Geschichte in Zukunft geschrieben
und vermittelt werden kann.
Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes halten am Dekonstruieren fest
und stellen sich doch der Herausforderung, weiter zu erzählen. In Form
kurzer Essays widmen sie sich den Möglichkeiten des historischen
Darstellens, das sie anhand von ausgewählten Kontroversen und
unterschiedlichen Miniaturen konkretisieren.
Die Essays befassen sich mit folgenden Fragen: Wie werden Räume, Zeiten
und Epochen konstruiert, und mit welchen Mitteln können sie neu
vermessen werden? Wie fließen Erinnerungen in Darstellungen ein und wie
lassen sie sich historisieren? Auf welche Weise werden historische
Ereignisse wahrgenommen, und wie wird Geschichte visualisiert? Welche
Alternativen können zu bestehenden Geschichtserzählungen entwickelt
werden? Wie werden die Praktiken der Wissenschaft und die Herstellung
von historischem Wissen reflektiert?
Veranstalter: Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO)
www.leipziger-buchmesse.de/ll/veranstaltungen/19673,
www.aleksander-brueckner-zentrum.org/forschung/publikationen,
www.wallstein-verlag.de/9783835317727-dekonstruieren-und-doch-erzaehlen.html