Kurzexposé:
Körper fungieren als Projektionsfläche für gesellschaftliche Leitbilder von Gesundheit, Schönheit und Leistungsfähigkeit samt ihrer Vermarktung. Doch die gegenwärtig verstärkte Aufwertung des Körperlichen birgt allerdings ein subversives Potential, das den Körper als Medium von Protest auftreten lässt:
Nacktheit wird zur Provokation, Selbstvernachlässigung zu einem Akt der Verweigerung. Da im Zuge der gesellschaftlichen Umstrukturierungen auch kulturelle Körperbilder in den postsozialistischen Gesellschaften in einen substantiellen Transformationsprozess geraten, stellt Leibesvisitationen den Körper als Politikum in den Fokus kultur- und literaturwissenschaftlicher Forschung.