Podiumsdiskussion »Umbrüche«: Trennt die Politik der Erinnerung Polen und Deutsche


20.11.2013
18:00 Uhr
Greifswald, Koeppenhaus, Bahnhofstr. 4/5
polenmARkT e.V.

Podiumsdiskussion des Zentrums für den Dialog
»Umbrüche«

Trennt die Politik der Erinnerung Polen und Deutsche

Geschichte ist subjektiv.

Die Vergangenheit wird von jeder Nation und Generation
anders erzählt. Unser Geschichtsbild ist geprägt von Politik, Gesellschaft, Wissenschaft,
Medien. Gewiss gab es in der Nachkriegszeit zwischen Deutschen und Polen
sowie zwischen Ukrainern und Polen Streit um die Deutung der Geschichte. Ein
Streit, der sich in der Geschichtsschreibung und den Medien widerspiegelt. Man sah
diese Auseinandersetzung, in der Art, auf die man die Gedenkveranstaltungen prägte,
Gedenkstätten einrichtete, Museen ausstattete, durch Reden Akzente setzte. Dabei
ging es immer um das Verständnis des nicht mehr Veränderlichen.

In dem durch Andrzej Kotula moderierten Gespräch werden Historiker Prof. Anna
Wolff-Powęska (ehem. Leiterin des West-Instituts in Poznań), Christian Mühldorfer-
Vogt (ehem. Leiter und Kurator des Historisch-Technischen Museums in Peenemünde)
und Dr. Nils Köhler (Leiter der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm in
Kamminke) sowie Publizist Wołodymyr Pawliw (Katholische Universität Lemberg)
über das Vergangenheitsbild diskutieren.

Die Diskussion wird simultan übersetzt.

Im Anschluss ein kleiner Empfang bei jazziger Untermalung von Sylwester
Ostrowski.