„Ziemia niczyja/ Niemands Land” ist ein Roman über Masuren und ihre neuen polnischen Einwohner, die nach dem Zweiten Weltkrieg kamen. Das Stück behandelt das schwierige Thema mit Courage, überrascht durch seine zeitgenössische Form und beweist, wie modern Theater zu wichtigen aktuellen Themen Stellung nehmen kann – und auch sollte. Die Aufführung, eine Ko-Produktion des Warschauer Theaters „Teatr Powszechnych“ und des deutschen Fringe Ensemble wird von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gefördert. „Niemands Land” ist noch im Januar im Warschauer „Teatr Powszechny” sehen.
Masuren. Noch Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs haben die neuen polnischen Einwohner nichts in ihren Häusern repariert. Immer wieder haben sie befürchtet, dass ihre früheren Besitzer zurückkehren und sich Ihrer erinnern… Dort, wo sie sich niederließen und ihre Wurzeln zu schlagen begannen, war für sie ein „Niemands Land”. Ein Land, das die Geschichte grausam gepflügt hat. Ein solches „Niemands Land“ breitet sich auch nach dieser langen Zeit, trotz europäischer Integration und trotz vieler Bemühungen immer noch zwischen Deutschen und Polen aus. Ein „Niemands Land“ nicht aufgearbeiteter Wunden, ungestrafter Schuld und vergessener menschlicher Schicksale – Familiengeschichten, die wie Pfähle in die Erinnerung der nächsten Generationen gerammt sind.
„Ziemia niczyja / Niemands Land”
Übersetzung: Karolina Bikont
Regie: Frank Heuel
Besetzung:
Laila Nielsen/Katarzyna Maria Zielińska/Maciej Brzoska
David Fischer/Harald Redmer
Das Theaterstück wird gefördert durch die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.
Was: Das Theaterstück „Niemands Land“
Wo: „Teatr Powszechny“ in Warschau
Wann: Polnische Premiere am 24. Januar 2013; Aufführungen am 25., 26., 27. Januar 2013