Biogramme der Teilnehmenden
Teilnehmende des Forums 2025
Hubertus Bardt
Prof. dr rer. pol. Hubertus Bardt, geboren 1974 w Bonn; Studium der Volkswirtschaftslehre und der Betriebswirtschaftslehre w Marburgu und Hagen und Promotion w Marburgu; seit 2000 w Institut der deutschen Wirtschaft Köln, seit 2014 Geschäftsführer des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und Leiter des Wissenschaftsbereichs. Seit 2022 Honorarprofessor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Jürgen Jakob Becker
Jürgen Jakob Becker ist Geschäftsführer des Deutschen Übersetzerfonds (DÜF) und stellvertretender Leiter des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) und kümmert sich insbesondere um Förder- und Veranstaltungsprogramme für literarische Übersetzerinnen und Übersetzer. Mitherausgeber u.a. von „Zaitenklänge. Geschichten aus der Geschichte der Übersetzung“, Matthes & Seitz Berlin 2018.
Halina Bieda
Halina Bieda wurde am 6. Oktober 1962 in Chorzów geboren.1986 schloss sie ihr Studium der Geografie an der Fakultät für Geowissenschaften der Schlesischen Universität in Katowice ab (Fachrichtung Lehramt sowie Umweltgestaltung und -schutz). Im Jahr 2008 absolvierte sie ein Postgraduiertenstudium im Bereich EU-Fördermittelbeschaffung an der Hochschule für Management und Sozialwissenschaften benannt nach Fr. Emil Szramek in Tychy.Von 1986 bis 2006 war sie als Lehrerin an einer Mittelschule tätig. 1990 gründete sie eine Privatschule in Bytom. In den Jahren 2012 bis 2014 war sie Betriebsleiterin und Vorstandsvorsitzende der Armanda Development, einer Gesellschaft, die sich mit der Rekultivierung von brachliegenden Bergbauflächen befasst. Von 2014 bis 2020 war sie Direktorin des Museums der Schlesischen Aufstände in Świętochłowice.Im Jahr 2006 und 2010 wurde sie zur Stadträtin in Bytom gewählt. Von 2006 bis 2012 war sie stellvertretende Bürgermeisterin von Bytom, 2012 war sie Bürgermeisterin und Stadtverordnete von Bytom und nach den nächsten Wahlen von 2012 bis 2014 erneut Stadträtin von Bytom. Von 2014 bis 2019 war sie Abgeordnete des Sejmik der Woiwodschaft Schlesien. Seit 2019 ist sie Senatorin der Republik Polen der 10. und 11. Legislaturperiode. In dieser Legislaturperiode ist sie stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien, Mitglied des Ausschusses für Emigration und Kontakte zu Polen im Ausland. Sie ist außerdem stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Senatsgruppe. Darüber hinaus leitet sie die Senatsgruppe für die Entwicklung der Woiwodschaft Schlesien.
Frank Bösch
Historiker. Er ist Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam und Professor für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam. Bösch trat besonders mit Büchern zur Geschichte der Parteien, der Medien und zur deutschen Zeitgeschichte in internationaler Perspektive hervor.
Agnieszka Bryc
Assistenzprofessorin an der Fakultät für Politikwissenschaft und Sicherheit der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Toruń. Vorsitzende des Rates des Zentrums für Oststudien (OSW). Fellow des Osteuropa-Kollegs (KEW) im Programm „Schutz der europäischen Werte“. Forscht über die Politik des heutigen Russlands und die israelische Sicherheit. Autorin von Büchern zu diesem Thema und Kolumnistin für die Webportale New Eastern Europe und Polityka.
Adam Bugajski
Adam Bugajski ist seit Dezember 2019 Direktor der Abteilung für Sicherheitspolitik im polnischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten.Zuvor war er Ständiger Vertreter der Republik Polen beim Büro der Vereinten Nationen und den internationalen Organisationen in Wien. Von 2011 bis 2015 war er Direktor der Abteilung für Sicherheitspolitik, stellvertretender Direktor der Abteilung für Strategie und Planung des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten (2010–2011) und stellvertretender Ständiger Vertreter der Republik Polen bei der NATO (2008–2010).Adam Bugajski studierte Geschichte an der Universität Danzig. Außerdem ist er Absolvent der Nationalen Schule für öffentliche Verwaltung in Warschau. Seinen Doktortitel in Politik- und Verwaltungswissenschaften erwarb er mit Auszeichnung an der Universität Warschau.
Joanna Czudec
Joanna Czudec, Literaturwissenschaftlerin und Deutschlandexpertin, Übersetzerin deutscher Literatur. Sie studierte Germanistik an der Jagiellonen-Universität in Krakau und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Philosophie an der Katholischen Universität Eichstätt. Mitbegründerin des Programms zur Förderung der polnischen Literatur im Ausland am Polnischen Buchinstitut in Krakau. Expertin des Polnischen Ministeriums für Kultur- und Nationalerbe. Seit 2022 Mitglied des Rates der Karl-Dedecius-Stiftung an der Europa-Universität Viadrina. Sie übersetzte u. a. die Bücher von Klaus Brinkbäumer (Nominiert für den Ryszard-Kapuściński-Preis für „Der Traum vom Leben“), Bernd Stiegler, Manfred Geier, Thomas Kunze, Götz Aly, Stefan Aust, Markus Wehner und Reinhard Bingener. Zur Zeit arbeitet sie an der Übersetzung von „Hannah Arendt. Die Biographie” von Thomas Meyer. Seit 2012 beruflich mit der SdpZ verbunden – zuerst als Leiterin des SdpZ-Büros in Berlin und seit 2014 als Programmleiterin der SdpZ in Warschau.
Peter Frey
Peter Frey, Journalist und Fernsehmoderator. Er war von 2010 bis 2022 Chefredakteur des ZDF. Frey studierte Politikwissenschaft, Pädagogik und Spanisch an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und in Madrid. Für das ZDF war er Korrespondent in Washington, leitete das ZDF-Morgenmagazin, die Hauptredaktion Außenpolitik und das Hauptstadtstudio. Er moderierte Sendungen „auslandsjournal”, „Berlin direkt” und die Interviewreihe „Was nun?”. In Medienbeiträgen und auf Podien äußert er sich zu aktuellen politischen und berufsethischen Fragen des Journalismus.
Eckhardt Fuchs
Direktor des Leibniz-Instituts für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut und Professor für Bildungsgeschichte/Vergleichende Bildungsforschung an der Technischen Universität Braunschweig. Er hat an verschiedenen akademischen Einrichtungen gearbeitet und war Gastprofessor in Sydney, Umeå, Tokio und Seoul. Er ist als Schulbuchexperte für viele internationale Organisationen tätig und leitet bi- und multilaterale Schulbuchkommissionen in Europa. Zu seinen Forschungsinteressen gehören die globale Geschichte der modernen Bildung, internationale Bildungspolitik, Lehrplanstudien und Schulbuchentwicklung. Er hat etwa 20 Bücher und 200 Artikel zu diesen Themen veröffentlicht, darunter The Palgrave Handbook of Textbook Studies (2018). Von 2012 bis 2015 war er Präsident von ISCHE.
Karolina Fuhrmann
Karolina Fuhrmann, hat Kulturwissenschaften und Übersetzen in Frankfurt/Oder und Poznań studiert und war u.a. für das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) bei der Deutschen Minderheit in Oppeln tätig. In Polen (Gdańsk) geboren, in Westdeutschland aufgewachsen und in Ostdeutschland lebend versteht sie sich als Grenzgängerin, die gerne Welten verbindet und unterwegs ist – z.B. an Bord des Kulturzuges Berlin-Wrocław, den sie in ihrer Freizeit als Kulturmoderatorin begleitet. Seit 2016 Projektkoordinatorin im Berliner Büro der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.
Małgorzata Gmiter
Małgorzata Gmiter – Projektkoordinatorin der SdpZ, studierte Germanistik an der Universität Warschau und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Übersetzerin in der Rechtsanwaltskanzlei JPD. Sie absolvierte das Postgraduelle Studium für Dolmetscher und Übersetzer und die Deutsche Rechtsschule an der Fakultät für Recht und Verwaltung der Universität Warschau. Stipendiatin der Robert Bosch Stiftung und der Bundeszentrale für politische Bildung. Seit 2009 Koordinatorin für Bildungs- und journalistische Projekte in der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.
Justyna Gotkowska
Seit 2022 stellvertretende Direktorin im Zentrum für Oststudien (OSW), wo sie gleichzeitig Leiterin der Sicherheit- und Verteidigungsabteilung ist. Seit Jahren forscht sie über die Sicherheit- und Verteidigungspolitik Deutschlands, der nordischen und baltischen Staaten, die NATO und die Gemeinsame Sicherheit- und Verteidigungspolitik der EU. Ihre Expertise umfasst auch die militärische Zusammenarbeit in Nord und Mitteleuropa. Sie hat als visiting scholar am Norwegischen Institut für Verteidigungsstudien und an der Universität der Bundeswehr München.
Ewelina Górecka
Direktorin und Vorstandsmitglied der Polnischen Robert-Schuman-Stiftung. Langjährige Koordinatorin polnischer und internationaler Projekte im Bereich der europäischen Integration und europapolitischen Kommunikation. Coach und Autorin von Programmen zur politischen Bildung sowie internationalem Austausch und engagiert sich für die Interessenvertretung polnischer und europäischer Netzwerke der Zivilgesellschaft. Sie hat einen Abschluss in Psychologie der Adam-Mickiewicz-Universität Posen und ist Botschafterin der Europäischen Bürgerinitiative.
Irene Hahn-Fuhr
Irene Hahn-Fuhr ist Mitglied der Geschäftsführung beim Zentrum Liberale Moderne, einer gemeinnützigen Denkwerkstatt auf dem Feld politischer Bildung und internationaler Zusammenarbeit. Nach Stationen u.a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Büroleiterin beim europapolitischen Sprecher der Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und der Europa-Universität Viadrina, leitete sie zuletzt das Auslandsbüro der Heinrich-Böll-Stiftung in Warschau. Nachhaltige Demokratisierung, kultureller und sozialer Austausch treiben die Politologin an und haben ihr gesellschaftspolitisches Engagement für die Überwindung nationaler Stereotypen sowie für die europäische Integration zu ihrer Lebensaufgabe gemacht. Irene Hahn-Fuhr publiziert in verschiedenen Medien und ist neben ihrer Tätigkeit im Vorstand der SdpZ u.a. noch Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung und der Kopernikus-Gruppe.
Christiane Hoffmann
Christiane Hoffmann – Autorin, Journalistin, tätig u.a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, auch als Korrespondentin in Moskau und in Teheran. Von 2013 bis 2021 arbeitete sie für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Von 2022 bis Mai 2025 war sie erste stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung und zudem stellvertretende Leiterin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Ihr zweites Buch „Alles, was wir nicht erinnern“ war für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022 nominiert und wurde mit dem Riesengebirgs-Literaturpreis ausgezeichnet (Karkonoska Nagroda Literacka 2023).
Grzegorz Jankowicz
Grzegorz Jankowicz ist ein polnischer Philosoph, Kritiker, Autor und Übersetzer, promovierter Literaturwissenschaftler. Er war jahrelang Programmdirektor des Conrad-Festivals, ab 2024 leitet er das polnische Buchinstitut.
Aneta Jędrzejczak
Aneta Jędrzejczak studierte Germanistik an den Universitäten Warschau und Leipzig. Absolventin eines postgradualen Studiums im Bereich der Verwaltung von EU-Fördermitteln an der Wirtschaftsuniversität Warschau. Seit 2008 Projektkoordinatorin in der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.
Wilfried Jilge
Wilfried Jilge ist seit 2018 Associate Fellow der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik im Zentrum für Ordnung und Governance in Osteuropa, Russland und Zentralasien. Zuvor hatte er von 2016 bis 2018 in der DGAP im Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa gearbeitet.Er ist Mediationsberater zur Ukraine beim Zentrum für Friedenseinsätze und seit 2015 assoziierter Wissenschaftler am „Center for Governance and Culture in Europe“ an der Universität St. Gallen. Von 2012 bis 2014 arbeitete Wilfried Jilge als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Slawistik der Universität Leipzig u.a. zur Ukraine und Russland. Am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig forschte er schwerpunktmäßig von 2001 bis 2010 zur postsowjetischen Ukraine. Er berät u.a. Abgeordnete des Bundestages und des Europaparlaments zu Fragen der Ukraine.
Christian Johann
Dr. Christian Johann, geboren 1982 in Berlin; Studium der Geschichte und Politikwissenschaft in Berlin und Washington, D.C.; Promotion zur Geschichte des amerikanischen Wohlfahrtsstaates. Berufliche Stationen u. a. als stellvertretender Leiter des Museums The Kennedys (2008–2010), Geschäftsführer des Sozialunternehmens Studio2B (2012–2019), Mitarbeit in der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ des Deutschen Bundestags (2019–2020). Johann ist in mehreren Vorständen und Beiräten pro-europäischer Organisationen aktiv, darunter die Europäische Bewegung Deutschland und die Gesellschaft der Europäischen Akademien.
Violetta Julkowska
Professorin für Geisteswissenschaften. Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Geschichte der Historiographie, Geschichtsdidaktik, Familiengeschichte. Sie arbeitet an der Fakultät für Geschichte der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań/Posen. Seit 2008 im Expertenrat des deutsch-polnischen Schulbuchprojekts, seit 2010 Mitglied des Präsidiums der Deutschen-Polnischen Schulbuchkommission, der sie seit 2020 als Ko-Vorsitzende vorsteht. Seit 2024 Mitglied des Komitees für Geschichtswissenschaften der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Mitorganisatorin von Bildungsprojekten, zuletzt Digitale Schule in Großpolen 2020 und 2030.
Elżbieta Kaca
Elżbieta Kaca ist Analystin für das Programm Europäische Union. Ihre Forschungsgebiete sind die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU, darunter Sanktionen, EU-Erweiterungspolitik und EU-Diplomatie sowie die Beziehungen der EU zu ihren östlichen Nachbarländern. Sie studierte Politikwissenschaften an der Universität Warschau und absolvierte ein Postgraduiertenstudium am College of Europe in Natolin.
Sylvie Kauffmann
Sylvie Kauffmann ist Kolumnistin für Außenpolitik und Redaktionsleiterin bei der französischen Zeitung Le Monde. Sie schreibt regelmäßig für die Meinungsseiten der Financial Times und arbeitet mit New York Times zusammen.In den Jahren 2010–2011 war sie Chefredakteurin von Le Monde. Bei der Zeitung trat sie 1987 als Moskauer Korrespondentin ein. Seitdem war sie Ost- und Mitteleuropakorrespondentin, US-Korrespondentin mit Sitz in Washington, D.C., Leiterin des New Yorker Büros und Asien-Korrespondentin mit Sitz in Singapur.Bevor sie zu Le Monde kam, war Sylvie Kauffmann für Agence France-Presse als Auslandskorrespondentin in London, Neukaledonien (Südpazifik), Warschau und Moskau tätig.Sie erwarb Abschlüsse an der Faculté de droit d’Aix-en-Provence, am Institut d’Etudes Politiques d’Aix-en-Provence, an der Universidad de Deusto (Bilbao, Spanien) und am Centre de Formation des Journalistes in Paris.Sylvie Kauffmann ist die Autorin von „Les Aveuglés – Comment Paris et Berlin ont laissé la voie libre à la Russie“ (2023, Editions Stock), einem Buch über Frankreich, Deutschland und Putins Russland.
Igor Kąkolewski
Igor Kąkolewski – Absolvent und wissenschaftlicher Mitarbeiter (1992-2005) der Universität Warschau; im Jahr 1997/1998 Fellow am King´s College in London; 2001/2002 Gastprofessor an der University of Wisconsin in Madison und 2009 an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz; 2005-2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau; 2008-2014 Mitglied des Expertenteams zur Vorbereitung der Dauerausstellung am Museum der Geschichte der polnischen Juden in Warschau; 2010-2013 Leiter des Expertenteams zur Vorbereitung der Dauerausstellung des Museums zur Geschichte Polens in Warschau ; seit 2011 außerordentlicher Professor an der Ermländisch-Masurischen Universität in Olsztyn; seit 2012 wissenschaftlicher Projektleiter (polnische Projektseite) des deutsch-polnischen Geschichtsbuches Europa. Nasza historia/ Europa – unsere Geschichte ; 2014-2018 stellvertretender Direktor und seit September 2018 Direktor des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften.FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE: Polnische und europäische Geschichte des 16.-18. Jh., deutsch-polnische Beziehungsgeschichte vom Spätmittelalter bis zum 20. Jh., Geschichte der polnischen und deutschen Juden in der Frühneuzeit und im 20. Jh., Forschungen zu Erinnerungskulturen, Museumswesen, Geschichtsdidaktik.
Magdalena Kicińska
Magdalena Kicińska – Redakteurin und in den Jahren 2019 bis 2024 Chefredakteurin der Zeitschrift „Pismo“. Stellvertretende Vorsitzende des Rates der polnischen Medien, Mitglied des Press Club Polska. Reporterin und Preisträgerin des Grand Press 2017 in der Kategorie „Interview“. Autorin der Bücher: Pani Stefa (Czarne, 2015), Środki transportu (Wydawnictwo Literackie, 2019) und Mitautorin (zusammen mit Marcin Dziedzic) des Buches Teraz ’43. Losy (Wielka Litera, 2018). Im September 2021 erschien das Buch „Dom w butelce. Rozmowy z Dorosłymi Dziećmi Alkoholików“, das sie zusammen mit Agnieszka Jucewicz geschrieben hat. Jurymitglied des Posener Literaturpreises, WatchDocs 2024 und All about freedom festival 2024. Zusammen mit Małgorzata Lebda ist sie Kuratorin des Festivals „Europäischer Dichter der Freiheit“.
Thomas Kleine-Brockhoff
Thomas Kleine-Brockhoff ist seit August 2024 der Otto-Wolff-Direktor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Zuvor leitete er von 2017 bis 2024 das Berliner Büro und das Europa-Programm des German Marshall Fund. Für diesen arbeitete er bereits von 2007 bis 2013 in Washington, D.C.Von 2013 bis 2017 war Thomas Kleine-Brockhoff Leiter des Planungs- und Redenstabes des Bundespräsidenten Joachim Gauck. Vor seinem Wechsel in das Bundespräsidialamt war er als Journalist, Büroleiter und US-Experte für die DIE ZEIT in Washington, D.C., tätig. Seine Themenschwerpunkte sind neben den transatlantischen Beziehungen auch die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik sowie der Wiederaufbau der Ukraine.
Ellen Kray
Ellen Kray, geboren 1963 in Hagen/Westfalen; Ausbildung zur Tischlerin in Berlin (1982-1985); Studium der Geographie in Berlin und Bern (1986-1992); seit 1992 in der Verwaltung des Landes Brandenburg und seit 2000 in der Europaabteilung beschäftigt. Ellen Kray war von 2000 bis 2010 in der Vertretung des Landes Brandenburg bei der EU in Brüssel und von 2010 bis 2014 in der Europäischen Kommission tätig. Seit 2014 ist ihr Schwerpunkt die Zusammenarbeit mit Polen, vor allem auf regionaler Ebene. Sie ist zudem stellvertretende Leiterin des Referats Außenbeziehungen im Ministerium der Finanzen und für Europa des Landes Brandenburg.
Gunther Krichbaum
Gunther Krichbaum, geboren am 4. Mai 1964 in Korntal, Baden-Württemberg. Seit 6. Mai 2025 Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland. Seit 2002 vertritt Krichbaum als direkt gewählter Abgeordneter den baden-württembergischen Wahlkreis „Pforzheim/Enzkreis“. Von 2007 bis 2021 war er Vorsitzender des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union im Deutschen Bundestag, von 2021 bis 2025 Europapolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Vor seinem Mandat war er nach einem mit dem 2. Staatsexamen beendeten Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen, Lausanne, Genf und Heidelberg als selbständiger Wirtschaftsberater tätig. Krichbaum ist Vorstandsmitglied der Europäischen Volkspartei (EPP).
Tomasz Kycia
Thomas Kycia – Geb. 1974 in Gliwice. Journalist, Medienexperte, Theologe. Studierte in Bonn und Rom. Moderiert Radiosendungen und Podcasts auf COSMO (RBB und WDR). Für das Fernsehländermagazin „rbb UM SECHS“ präsentierte er die „Nachrichten aus Polen“.Korrespondent der polnischen Sektion Radio Vatikan in Deutschland. Autor zahlreicher Fernseh-, Funk- und Pressebeiträge zu deutsch-polnischen Beziehungen und zu religiösen Themen sowieeiniger Beiträge im Bereich der Filmwissenschaft.Mitautor des Buches „Wir vergeben und bitten um Vergebung“: Der Briefwechsel der polnischen und deutschen Bischöfe 1965“. Regisseur des Dokumentarfilms „Woher kommt Benedikt XVI.?“ und (mit dem Historiker Robert Żurek) des Dokumentarfilms „Leise gegen den Strom“ über die Pioniere der deutsch-polnischen Versöhnung. Autor des Podcasts „Bibel togo“. Spricht Polnisch, Deutsch, Italienisch und Englisch. Lebt in Berlin.
Kai-Olaf Lang
Dr. Kai-Olaf Lang (Jg. 1967) Senior Fellow in der Forschungsgruppe EU/Europa bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin (seit 2001); zuvor Wissenschaftlicher Referent beim Bundesinstitut für internationale und ostwissenschaftliche Studien, (BIOst), Köln (1999-2000); Forschungsschwerpunkte: Länder Ostmitteleuropas (Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn) und baltische Staaten: Transformation, innenpolitische Entwicklungen und Parteiensysteme, Außen-, Sicherheits- und Europapolitik,bilaterale Beziehungen zu Deutschland; Europäische Nachbarschaftspolitik, Ostpolitik der Europäischen Union; Diplom-Verwaltungswissenschaftler (Universität Konstanz); Doktor der politischen Wissenschaften (Universität Kiel); Studien- und Forschungsaufenthalte in Warschau, Prag, Washington D.C. Mitglied des Beirats des deutsch-tschechischen Gesprächsforums; Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde; Mitglied der deutsch-polnischen Kopernikus-Gruppe; Mitglied des Redaktionsbeirats der Zeitschriften Przegląd Zachodni (Posen), Mezinárodní politika (Prag), des Advisory Board der Aspen Review Central Europe (Prag) und des wissenschaftlichen Beirats der Zeitschrift Nowa Res Publica (Warschau).
Tomasz Lejman
Seit dem Jahr 2000 arbeitet Tomasz Lejman als Korrespondent für polnische Medien in Deutschland. Seit 2008 ist er Auslandskorrespondent für den polnischen Nachrichtensender Polsat News sowie das Internetportal Interia.pl.Sein Schwerpunkt liegt auf der Berichterstattung aus Deutschland, aber er berichtet auch regelmäßig aus anderen Ländern. Er war bei wichtigen Gipfeltreffen wie dem G7- und G20-Gipfel vor Ort und hat über bedeutende Wahlen berichtet – darunter die Präsidentschaftswahlen in den USA, der Türkei und zuletzt auch aus Grönland. Auch sportliche Großereignisse gehören zu seinem Repertoire, etwa die Olympischen Spiele (Peking, Tokio, Paris, Mailand) sowie die Fußball-Europa- und Weltmeisterschaften.Tomasz Lejman ist zudem stellvertretender Vorsitzender im Verein der Auslandspresse in Deutschland.
Barbara Lippert
Dr. phil. Barbara Lippert ist die Forschungsdirektorin des Deutschen Instituts für Internationale Politik und Sicherheit der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und eine der beiden Stellvertretenden Direktorinnen in der Leitung des Instituts. In ihren Aufgabenbereich fallen vor allem strategische und praktische Fragen der Planung und Qualitätssicherung der Forschung und Politikberatung des Instituts sowie die Zusammenarbeit mit den sieben Forschungsgruppen der SWP und dem Centrum für angewandte Türkeistudien (CATS).Ihr eigenes Forschungsinteresse gilt der europäischen Integration, darunter in erster Linie der EUErweiterungspolitik, der Europäischen Nachbarschaftspolitik, der Entwicklung des politischen Systems der EU und der deutsche Europapolitik. Bevor sie 2009 in die SWP eintrat, war sie stellvertretende Direktorin des Instituts für Europäische Politik (IEP) in Bonn und Berlin. Sie hielt Lehraufträge an der Universität zu Köln, der Freien Universität Berlin und der Humboldt Universität Berlin. Ihren Magistertitel erwarb sie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, dort wurde sie auch promoviert. Ihr Studium der Politischen Wissenschaften, Neueren Geschichte, Osteuropäischen Geschichte und Slawistik absolvierte sie an der Bonner Universität sowie an der Freien Universität Berlin.
Peter Oliver Loew
Direktor des Deutschen Polen-Instituts. Studium der Osteuropäischen Geschichte, Slavistik und Volkswirtschaft in Nürnberg, Freiburg und Berlin. Promotion über die lokale Geschichtskultur in Danzig zwischen 1793 und 1997. Wissenschaftliche Schwerpunkte: Geschichte Polens, Deutschlands und der deutsch-polnischen Beziehungen in der Neuzeit, Geschichte der Polen in Deutschland, Geschichte und Gegenwart Danzigs, Pommerns und Pommerellens, Erinnerungskultur, Literatur- und Musikgeschichte, vergleichende Geschichte Ostmitteleuropas. Seit 2009/2010 Lehrauftrag an der TU Darmstadt, 2014 Habilitation an der TU Dresden, 2020 Honorarprofessur an der TU Darmstadt.
Piotr Maciej Majewski
Piotr Maciej Majewski – Historiker, Professor an der Universität Warschau und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Fachbereichs Geschichte an dieser Universität. Sein Interesse gilt der Geschichte Mittel- und Osteuropas, insbesondere der deutsch-tschechischen Beziehungen im 19. und 20. Jh. sowie der politischen Geschichte der tschechischen Gebiete in den Jahren 1918-1948. Er befasste sich auch mit der Außenpolitik der Volksrepublik Polen und mit der Zwangsmigration der Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg. In den Jahren 2009-2017 war er Vizedirektor des Museums des Zweiten Weltkriegs in Danzig und Mitautor des Programmkonzepts dieses Museums und des Szenarios seiner Dauerausstellung. Er ist Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift „Przegląd Historyczny“ und Mitglied der wissenschaftlichen Beiräte der Zeitschriften „Český časopis historický“ „Slovanský přehled“ und „Moderní dějiny“, er sitzt ebenfalls im wissenschaftlichen Beirat der Verlagsreihe Polskie Dokumenty Dyplomatyczne. Er publizierte u.a. in den Zeitschriften „Gazeta Wyborcza“, „Newsweek“, „Polityka“, „Przegląd Polityczny“ und „Tygodnik Powszechny“.Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören die Bücher: Niemcy sudeccy 1848-1948: Historia pewnego nacjonalizmu (2007, tschechische Ausgabe 2014), Zmarnowana szansa? Możliwości obrony Czechosłowacji jesienią 1938 roku (2016, tschechische Ausgabe 2018), Kiedy wybuchnie wojna? 1938. Studium kryzysu (2019, tschechische Ausgabe 2022, englische und ukrainische Ausgabe in Vorbereitung), Niech sobie nie myślą, że jesteśmy kolaborantami. Protektorat Czech i Moraw, 1939-1945 (2021, tschechische Ausgabe in Vorbereitung).
Tomasz Markiewicz
Ausgebildet als Journalist und Politikwissenschaftler, Historiker und Varsavianist aus Leidenschaft. Absolvent der Univerität Warschau, Stipendiat des Deutschen Bundestages. Bei der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit bereitet er als Projektkoordinator Zuschussanträge mit Schwerpunkt auf historischen Projekten vor. Er ist Autor zahlreicher Publikationen und Ausstellungen über Warschau. Hobbies: Denkmalschutz und Segeln.
Christoph von Marschall
Christoph von Marschall ist Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion des Berliner „Tagesspiegel”. Er schreibt über die internationale Politik, Machtverschiebungen zwischen den Großmächten, die USA, die EU und speziell ihre östlichen Mitglieder, die Beziehungen zu China und Russland. Jüngstes Buch: „Der schwarze Dienstag. Warum ein Krieg mit Russland droht und wie die Bundesregierung ihn verhindern kann“, edition fotoTAPETA 2025.
Ljudmyla Melnyk
Ljudmyla Melnyk – geboren 1985, ist Ukraine-Expertin. Sie leitet das Ukraine-Programm am Institut für Europäische Politik (IEP) in Berlin und ist Präsidentin der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft – Für unsere und eure Freiheit e.V. (DUG) (ehrenamtlich). Ihre thematischen Schwerpunkte sind die EU-Integration der Ukraine, die deutsch-ukrainischen Beziehungen und die Förderung der ukrainischen Zivilgesellschaft
Judith Möller
Prof. Dr. Judith Möller ist seit März 2025 Wissenschaftliche Direktorin des Leibniz-Instituts für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) in Hamburg und Professorin für „Empirische Kommunikationsforschung, insbesondere Mediennutzung und gesellschaftliche Medienwirkungen“ an der Universität Hamburg.Ihre Forschung konzentriert sich auf die Auswirkungen politischer Kommunikation, insbesondere in sozialen Medien. Im Mittelpunkt stehen dabei die Effekte personalisierter politischer Kommunikation auf Individuen und die Gesellschaft sowie die Rolle neuer Medien im Prozess der Meinungsbildung, insbesondere im Kontext politischer Sozialisationsprozesse.
Ignacy Morawski
Ignacy Morawski ist stellvertretender Chefredakteur von Puls Biznesu, wo er für Wirtschaftsanalysen zuständig ist. Zuvor war er im Bankensektor tätig. Er ist Gewinner zahlreicher Prognosewettbewerbe und wurde wiederholt als meistgehörter polnischer Wirtschaftswissenschaftler ausgezeichnet. Im Jahr 2017 wurde er in die von der Financial Times veröffentlichte Liste New Europe 100 aufgenommen, die die innovativsten Menschen in Mitteleuropa auszeichnet. Er studierte Politikwissenschaften an der Universität Warschau und Wirtschaftswissenschaften an der Bocconi-Universität in Mailand.
Dominik Mutter
Seit Mai 2025 ist Dominik Mutter der Politische Direktor des Auswärtigen Amts. Von März 2022 bis Mai 2025 war er der Sicherheitspolitische Direktor des Auswärtigen Amts. 2022/23 leitete er hierbei die ressortgemeinsame Erarbeitung der ersten Nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesregierung. Davor war Dominik Mutter Unterabteilungsleiter für Sicherheitspolitik im Bundesministerium der Verteidigung, davor Leiter des Referats für Sicherheitspolitik und bilaterale Beziehungen im Bundeskanzleramt (2018-2021).1991 Abitur am Kolleg St. Blasien. 1991-93 Soldat auf Zeit. 1993-98 Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Politikwissenschaft und Amerikanistik in Freiburg, Mainz und Washington, DC; Magister Artium. 1999-2001 Vorbereitungsdienst für den höheren Auswärtigen Dienst an der Diplomatische Akademie Bonn, an der Deutschen Botschaft Lima und in der Zentrale des Auswärtigen Amts. 2001-04 Referent in der Europa-Abteilung des Auswärtigen Amts. 2004-05 Sprachfortbildung Arabisch. 2005-07 Wirtschaftsabteilung der Deutschen Botschaft Kairo. 2007-09 Referent in der Außenpolitischen Abteilung des Bundeskanzleramts. 2009 Referent in der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. 2009-13 stellvertretender Leiter des Parlaments- und Kabinettreferats des Auswärtigen Amts. 2013-17 Politische Abteilung der Deutschen Botschaft Washington, DC. 2017-18 Leiter des Nordamerika-Referats des Auswärtigen Amtes.
Darius Müller
Nach dem Studium der Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der Universität Breslau war er in der internationalen Bildungs- und Kulturarbeit tätig. Von 2004 bis 2006 betreute er bei der Kreisau-Initiative in Berlin deutsch-polnische und europäische Projekte im Bereich der politischen und kulturellen Bildung. Anschließend war er bei AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. für die Programmkoordination globaler Schüleraustauschprogramme zuständig. Seit 2008 ist er Bildungsreferent und Leiter des Schloss Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrums e.V., wo er sich u.a. der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung widmet und sich für den Erhalt der historischen Gutsanlage einsetzt. Seit 2016 ist er zudem Partnerschaftsbeauftragter des Landes Brandenburg für die Region Wielkopolskie / Großpolen. Darüber hinaus engagiert er sich seit 2017 ehrenamtlich als Vorstandsmitglied der Gustav-Seitz-Stiftung, wo er den Nachlass des Künstlers mit verwaltet und die Leitung des Gustav-Seitz-Museums innehat.
Marcin Napiórkowski
Dr. habil, Kultursemiotiker, forscht über zeitgenössische Mythologie, kollektives Gedächtnis und Populärkultur. Dozent am Institut für polnische Kultur der Universität Warschau. Autor der Bücher Contemporary Mythology (2013), Power of Imagination (2014), Rise of the Dead. A History of Memory 1944-2014 (2016) und The Code of Capitalism. How Star Wars, Coca-Cola and Leo Messi runyourlife (2019). In den Jahren 2013 und 2014 wurde er mit einem Stipendium des START-Programms der Stiftung für die polnische Wissenschaft ausgezeichnet, 2014-2016 erhielt er ein Stipendium des Ministers für Wissenschaft und Hochschulbildung für herausragende junge Wissenschaftler. Seit 2024 ist er Direktor des Museums für Polnische Geschichte.
Dietmar Nietan
Dietmar Nietan, geboren 1963 in Düren. MdB (1998- 2005, 2009-2025), Vorstandsvorsitzender des Bundesvorbands der Deutsch-Polnischen Gesellschaften (2010-2022), Schatzmeister der SPD und Mitglied des SPD-Präsidiums (2014- bis heute) und seit März 2022 Koordinator der Bundesregierung für deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit
Cornelius Ochmann
Cornelius Ochmann – Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Politikwissenschaftler, Experte für Europäische Politik, insbes. Beziehungen EU-Russland, Polen, Russland, Ukraine und Belarus. Studierte an den Universitäten Mainz und Breslau. Längere Forschungsaufenthalte führten ihn nach Moskau und Jerusalem (Hebrew University). Von 1994 bis 2013 arbeitete er für die Bertelsmann-Stiftung und verantwortete u.a. das International Bertelsmann Forum (IBF). Cornelius Ochmann beriet das Auswärtige Amt und europäische Institutionen zum Thema EU-Ostpolitik. Aufgrund seiner politikberatenden Tätigkeit verfügt er über umfangreiche Kenntnisse auf dem Bereich der internationalen Politik. Cornelius Ochmann publizierte in der Fachzeitschrift „Nowa Europa Wschodnia“ und ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von „New Eastern Europe“.
Lisa Palmes
Lisa Palmes ist freiberufliche Übersetzerin polnischer Literatur und hat u.a. Werke von Joanna Bator, Olga Tokarczuk (zusammen mit Lothar Quinkenstein) und Zyta Rudzka übersetzt. Außerdem von 2012-2017 Kulturvermittlerin und Organisatorin von Gesprächsreihen mit polnischen Schriftsteller*innen, in Zusammenarbeit mit der deutsch-polnischen Buchhandlung Buchbund in Berlin und dem Trialog e.V. Seit 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Digitale Lexikographie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Cornelia Pieper
Politikerin, Diplomatin, Studium der Angewandten Sprachwissenschaft , der Polnischen/Russischen Sprache und Literatur an den Universitäten Leipzig und Warschau, das sie 1982 als Diplom Sprachmittlerin abschloss. Seit 1990 in der Politik auf Landes- und Bundesebene tätig. Von 2001 bis 2005 Generalsekretärin der FDP. Von 1998 bis 2013 Mitglied der FDP-Bundestagsfraktion, Stellvertretende Vorsitzende/vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, FDP-Fraktionssprecherin für Bildung-und Forschung. Von 2009-2013 Staatsministerin im Auswärtigen Amt und Koordinatorin der Bundesregierung für deutsch-polnische zwischengesellschaftliche Beziehungen. Seit August 2014 Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Danzig. 2010 wurde sie mit der Ehrendoktorwürde der Dokkyo-Universität in Japan ausgezeichnet und 2011 mit der Ehrenprofessur der Jan-Kochanowski-Universität in Kielce, an der sie bis heute zu Gastvorlesungen eingeladen wird.
Sebastian Płóciennik
Dr. hab. Sebastian Płóciennik, Direktor der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und Professor für Ökonomie am Institut für Wirtschaft der Akademie für Finanzen und Business Vistula in Warschau. Bis Juli 2024 war er Analyst für die deutsche Wirtschaft im Zentrum für Osteuropastudien (OSW) in Warschau. Von 2013 bis 2021 arbeitete er am Polnischen Institut für Internationale Angelegenheiten (PISM) als Koordinator des Programms für die EU und das Weimarer Dreieck, zuvor als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Internationale Studien der Universität Breslau. Er studierte Rechtswissenschaften und erwarb einen Doktortitel sowie eine Habilitation in Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Breslau. Seine wissenschaftliche Arbeit begann am Willy Brandt-Zentrum für Deutschland- und Europastudien in Breslau. Er war Stipendiat der DAAD, der Bosch-Stiftung, der NCN und der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung. An der Universität Breslau leitete er das internationale Masterstudienprogramm Global Studies – a European Perspective. Er hat an Universitäten in Deutschland, Kanada, Südkorea, Südafrika und Indien gelehrt. Seine Spezialisierung liegt in der Erforschung der deutschen Wirtschaft, der wirtschaftlichen Integrationsprozesse in Europa sowie der institutionellen Ökonomie.
Weronika Priesmeyer-Tkocz
Dr. Weronika Priesmeyer-Tkocz, geb. 1979 in Wrocław. Studium der Internationalen Beziehungen mit Schwerpunkt europäische Integration (2003, Universität Wrocław) sowie Politikwissenschaften (2006, FU Berlin);dort auch Promotion (2010) zu Polens Rolle in der Europäisierung der Ukraine. Seit 2022 Leiterin des Referats „Strukturelle Integration, Parlaments- und Senatsangelegenheiten“ in der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung in Berlin. Davor: Studienleiterin, dann auch stellvertretende Direktorinder Europäischen Akademie Berlin e.V. sowie akademische Dozentin, Gutachterin, Publizistin, Moderatorin und Medienkommentatorin. Auszeichnung als Deutsche Mentorin des Jahres 2022 für das Engagement im Rahmen des Projekts „Polmotion“ zur beruflichen Förderung von Frauen mit (polnischer) Migrationsbiographie in Deutschland.
Natalia Prüfer
Natalia Prüfer – Theaterwissenschaftlerin, Journalistin, Moderatorin, Koordinatorin und Initiatorin polnisch-deutscher Kulturprojekte. Ursprünglich aus Warschau, lebt sie seit 2012 in Berlin, wo sie als Freelancerin arbeitet. Seit vier Jahren betreibt sie einen Blog über deutschsprachige Literatur und einen Buchclub „Buch, czyli książka“. Sie schreibt für verschiedene Zeitschriften („Teatr“, „Pismo“, „Twórczość“) und Online-Portale und arbeitet mit der polnischen Redaktion des RBB-Radios „Cosmo po polsku“ und zahlreichen polnischen Kultureinrichtungen zusammen. www.nataliapruefer.com.
Anna Quirin
Dr. Anna Quirin, geboren 1978 in Leszno; Studium der Volkswirtschaftslehre und internationalen Beziehungen in Breslau und Marburg, Promotion in Politikwissenschaften in Thorn; 2005-2008 in der Industrie- und Handelskammer Kassel tätig, 2008-2019 für das Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V. in Berlin. Seit 2019 Geschäftsführerin der Freya von Moltke-Stiftung für das Neue Kreisau.
Katharina Raabe
Katharina Raabe ist Lektorin für osteuropäische Literaturen im Suhrkamp Verlag. Für ihre engagierte Förderung und Verbreitung der osteuropäischen Literatur in Deutschland erhielt sie 2007 das Bundesverdienstkreuz. Ausgezeichnet mit der Übersetzerbarke des VdÜ 2018 und dem Deutschen Sprachpreis 2015. Mitgründerin des PEN Berlin. Foto: © Jürgen Bauer
Krzysztof Ruchniewicz
Professor für Geisteswissenschaften, Direktor des Pilecki-Instituts und Bevollmächtigter des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Daniela Schwarzer
Prof. Dr. Daniela Schwarzer ist seit 2023 Vorständin der Bertelsmann Stiftung und zudem Honorarprofessorin für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin.Zuvor leitete Schwarzer als Executive Director die Open Society Foundations in Europa und Zentralasien und war von 2016 bis 2021 Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Sie lehrte an der Harvard University als Gastprofessorin, war Leiterin der Forschungsgruppe Europa der Stiftung Wissenschaft und Politik und Vorstandsmitglied des German Marshall Funds of the United States.2020-2022 war sie Sonderberaterin des Hohen Vertreters der Europäischen Kommission Josep Borrell und 2023 Ko-Berichterstatterin der deutsch-französischen Arbeitsgruppe zur Reform der EU. Ihr neuestes Buch „Krisenzeit – Sicherheit, Wirtschaft, Zusammenhalt“ erschien im September 2023 im Piper Verlag.
Jacek Stawiski
Jacek Stawiski studierte polnische und europäische Geschichte als auch jüdische Geschichte und Kultur an der Jagiellonen-Universität. Seit 1992 ist er als Journalist, Kommentator und Manager in verschiedenen Redaktionen tätig (z. B. RMF, BBC World Service, TVN24). Er moderiert journalistische Sendungen über internationale Politik beim Fernsehsender TVN24. In den Jahren 2021 bis 2023 arbeitete er im Museum-Gedenkstätte KL Plaszow in Krakau. Autor von Dokumentarfilmen, Sendungen und Artikeln über die Geschichte Polens, Europas, der polnischen Juden und des heutigen Israel. Er nahm am Dialog im Rahmen der strategischen Partnerschaft EU-Polen-Israel teil. Von 2016 bis 2020 war er Mitglied des Rates des Internationalen Zentrums für die Bildung über Auschwitz und den Holocaust.
Melchior Szczepanik
Melchior Szczepanik ist Direktor des Büros des Polnischen Instituts für Internationale Angelegenheiten (PISM) in Brüssel. Er befasst sich mit dem Institutionenaufbau der EU, insbesondere mit Fragen der Funktionsweise des Europäischen Parlaments. Im Jahr 2010 promovierte er in Politikwissenschaften an der Loughborough University in Großbritannien. Seine Dissertation widmete er der Sozialisation polnischer Mitglieder des Europäischen Parlaments der 6. Legislaturperiode. Er ist Absolvent des Instituts für Politikwissenschaften der Universität Warschau (Magister) und des Institut d’Etudes Politiques in Bordeaux (Diplôme d’Etudes Approfondies). Sprachkenntnisse: Englisch, Französisch, Spanisch.
Jan Strzelecki
Jan Strzelecki ist stellvertretender Leiter des Weltwirtschaftsteams am Polnischen Wirtschaftsinstitut. Zuvor war er am Zentrum für Oststudien und in Regierungsstellen tätig. Am PEI konzentriert er sich auf die Aussichten für den internationalen Handel in Mittel- und Osteuropa und die EU-Erweiterungspolitik, einschließlich des Beitritts der Ukraine. Er hat einen Abschluss in Soziologie von der Universität Warschau und studierte außerdem Soziologie an der Universität Kopenhagen und Wirtschaftswissenschaften an der Warsaw School of Economics.
Zofia Sucharska
Zofia Sucharska hat Germanistik in Gdańsk und Neuere Deutsche Literatur in Berlin studiert, war Stipendiatin des europäischen Literatur- und Übersetzungsprojekts TransStar, dreifache Finalistin des polenweiten Übersetzungswettbewerbs Puls Literatury in Łódź. Sie übersetzt aus dem Deutschen ins Polnische, u.a. Esther Kinsky, Ariane Koch und Fatma Aydemir. Sie lebt in Berlin.
Samina Sultan
Dr. Samina Sultan ist Ökonomin für europäische Wirtschaftspolitik und Handel beim Institut der Deutschen Wirtschaft (IW). Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Sie studierte Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Mannheim, St. Gallen und Tübingen; sie promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und an der University of California, Berkeley.
Monika Sus
Assistenzprofessorin an der Fakultät für Politikwissenschaft und Sicherheit der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Toruń. Vorsitzende des Rates des Zentrums für Oststudien (OSW). Fellow des Osteuropa-Kollegs (KEW) im Programm „Schutz der europäischen Werte“. Forscht über die Politik des heutigen Russlands und die israelische Sicherheit. Autorin von Büchern zu diesem Thema und Kolumnistin für die Webportale New Eastern Europe und Polityka.
Daniel Szeligowski
Daniel Szeligowski ist Koordinator des Programms Osteuropa und leitender Analyst für die Ukraine am Polnischen Institut für Internationale Angelegenheiten. Er untersucht die politische und wirtschaftliche Lage der Ukraine, ihre Außen- und Sicherheitspolitik, als auch die Perspektiven für den Wiederaufbau nach dem Krieg und für die Integration in die Europäische Union und die NATO. Seit der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 ist er Mitglied verschiedener internationaler Arbeitsgruppen, die Szenarien für die Entwicklung der Lage in der Ukraine und in Russland analysieren. Im Jahr 2024 wurde er vom Italienischen Institut für internationale politische Studien als einer der 50 zukünftigen Think-Tank-Führungskräfte weltweit ausgezeichnet. Er ist promovierter Politik- und Verwaltungswissenschaftler, Ökonom und Politologe.
Monika Sznajderman
Monika Sznajderman ist Kulturanthropologin, Schriftstellerin, Verlegerin und Mitbegründerin des Verlags Wydawnictwo Czarne, zusammen mit Andrzej Stasiuk. Sie promovierte am Institut für Künste der Polnischen Akademie der Wissenschaften und ist zweimalige Finalistin des Literaturpreises Nike: 2017 für das Buch „Fałszerze pieprzu“ und 2020 für „Pusty Las“.
Robert Traba
Professor für Sozialwissenschaften und Historiker. Er arbeitet am Institut für politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Gründer und langjähriger Vorsitzender und Herausgeber der in Olsztyn erscheinenden Zeitschrift „Borussia“. Gründer und von 2006 bis 2018 Direktor des Zentrums für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin, Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin. Ko-Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission von 2007 bis 2020. Forschungsschwerpunkte: Kulturgeschichte, soziales Gedächtnis, Grenzgebiete in Mitteleuropa.
Marcin Wiatr
Historiker, Erziehungs- und Literaturwissenschaftler. Seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Leibniz-Instituts für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut, wo er auf deutscher Seite die Arbeiten der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission und die bilaterale Schulbuchreihe „Europa – Unsere Geschichte“ koordiniert sowie seit 2021 die Deutsch-Tschechische Schulbuchkommission betreut. Forschungsschwerpunkte: Bildungspolitische Prozesse und Minderheitenfragen in Grenzregionen, transnationale Didaktik, Sportgeschichte, Rolle von Intellektuellen im Kontexttotalitärer Systeme. Seit 2020 Mitglied der Historischen Kommission für Schlesien.
Rafał Wnuk
Historiker, Politikwissenschaftler und Museologe, Professor für Geisteswissenschaften. Seit 2024 stellvertretender Direktor und seit 2025 Direktor des Museums des Zweiten Weltkriegs in Gdańsk. Verbunden mit der Katholischen Universität von Lublin. Autor zahlreicher Publikationen zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs, zum antikommunistischen Widerstand in Mittel- und Osteuropa nach dem Krieg, zum kulturellen Gedächtnis und zu Fragen des Gedenkens und der Museen.
Stephanie Zloch
Historikerin, absolvierte ein Studium der Geschichte, Geographie und Slavistik an den Universitäten Köln, Warschau und Berlin. Sie wurde bei Heinrich August Winkler an der Humboldt-Universität zu Berlin 2007 promoviert. Von 2015 bis 2019 leitete sie die Nachwuchsforschungsgruppe „Migration und Bildung in Deutschland seit 1945“ am Leibniz-Institut für Bildungsmedien / Georg-Eckert-Institut in Braunschweig. Sie habilitierte sich 2022 an der Technischen Universität Dresden und ist seitdem Privatdozentin für Neuere und Neueste Geschichte und Osteuropäische Geschichte an der TU Dresden.
Robert Żurek
Dr. habil. Robert Żurek, geboren 1970 in Chorzów; Studium der Geschichte und kath. Theologie in Berlin, Promotion in Halle; ehem. stellvertretender Direktor des Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen akademie der Wissenschaften und Direktor der Breslauer Abteilung des Instituts für Nationales Gedenken. Seit 2016 geschäftsführender Vorstand der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung.