Biogramme der Teilnehmenden
Teilnehmende des Forums 2026
Karolina Fuhrmann
Karolina Fuhrmann, hat Kulturwissenschaften und Übersetzen in Frankfurt/Oder und Poznań studiert und war u.a. für das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) bei der Deutschen Minderheit in Oppeln tätig. In Polen (Gdańsk) geboren, in Westdeutschland aufgewachsen und in Ostdeutschland lebend versteht sie sich als Grenzgängerin, die gerne Welten verbindet und unterwegs ist – z.B. an Bord des Kulturzuges Berlin-Wrocław, den sie in ihrer Freizeit als Kulturmoderatorin begleitet. Seit 2016 Projektkoordinatorin im Berliner Büro der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.
Kai-Olaf Lang
Dr. Kai-Olaf Lang (Jg. 1967) Senior Fellow in der Forschungsgruppe EU/Europa bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin (seit 2001); zuvor Wissenschaftlicher Referent beim Bundesinstitut für internationale und ostwissenschaftliche Studien, (BIOst), Köln (1999-2000); Forschungsschwerpunkte: Länder Ostmitteleuropas (Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn) und baltische Staaten: Transformation, innenpolitische Entwicklungen und Parteiensysteme, Außen-, Sicherheits- und Europapolitik,bilaterale Beziehungen zu Deutschland; Europäische Nachbarschaftspolitik, Ostpolitik der Europäischen Union; Diplom-Verwaltungswissenschaftler (Universität Konstanz); Doktor der politischen Wissenschaften (Universität Kiel); Studien- und Forschungsaufenthalte in Warschau, Prag, Washington D.C. Mitglied des Beirats des deutsch-tschechischen Gesprächsforums; Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde; Mitglied der deutsch-polnischen Kopernikus-Gruppe; Mitglied des Redaktionsbeirats der Zeitschriften Przegląd Zachodni (Posen), Mezinárodní politika (Prag), des Advisory Board der Aspen Review Central Europe (Prag) und des wissenschaftlichen Beirats der Zeitschrift Nowa Res Publica (Warschau).
Cornelius Ochmann
Cornelius Ochmann – Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Politikwissenschaftler, Experte für Europäische Politik, insbes. Beziehungen EU-Russland, Polen, Russland, Ukraine und Belarus. Studierte an den Universitäten Mainz und Breslau. Längere Forschungsaufenthalte führten ihn nach Moskau und Jerusalem (Hebrew University). Von 1994 bis 2013 arbeitete er für die Bertelsmann-Stiftung und verantwortete u.a. das International Bertelsmann Forum (IBF). Cornelius Ochmann beriet das Auswärtige Amt und europäische Institutionen zum Thema EU-Ostpolitik. Aufgrund seiner politikberatenden Tätigkeit verfügt er über umfangreiche Kenntnisse auf dem Bereich der internationalen Politik. Cornelius Ochmann publizierte in der Fachzeitschrift „Nowa Europa Wschodnia“ und ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von „New Eastern Europe“.
Sebastian Płóciennik
Dr. hab. Sebastian Płóciennik, Direktor der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und Professor für Ökonomie am Institut für Wirtschaft der Akademie für Finanzen und Business Vistula in Warschau. Bis Juli 2024 war er Analyst für die deutsche Wirtschaft im Zentrum für Osteuropastudien (OSW) in Warschau. Von 2013 bis 2021 arbeitete er am Polnischen Institut für Internationale Angelegenheiten (PISM) als Koordinator des Programms für die EU und das Weimarer Dreieck, zuvor als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Internationale Studien der Universität Breslau. Er studierte Rechtswissenschaften und erwarb einen Doktortitel sowie eine Habilitation in Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Breslau. Seine wissenschaftliche Arbeit begann am Willy Brandt-Zentrum für Deutschland- und Europastudien in Breslau. Er war Stipendiat der DAAD, der Bosch-Stiftung, der NCN und der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung. An der Universität Breslau leitete er das internationale Masterstudienprogramm Global Studies – a European Perspective. Er hat an Universitäten in Deutschland, Kanada, Südkorea, Südafrika und Indien gelehrt. Seine Spezialisierung liegt in der Erforschung der deutschen Wirtschaft, der wirtschaftlichen Integrationsprozesse in Europa sowie der institutionellen Ökonomie.
Jul Łyskawa
Geb. 1984, Autor des Romans „Die wahre Geschichte von Jeffrey Waters und seinen Vätern“ (Verlag Czarne), für den er den Preis Paszport Polityki, den Warschauer Literaturpreis, den Titel „Entdeckung des Empik“ und das deutsch-polnische Literaturstipendium JOSEPHA erhielt. Nominiert für den Nike-Literaturpreis. Im Mai erscheint sein Gedichtband „Die Reise der sieben Winter gegen das Land der Kaulbarsche“ (Verlag Warstwy), im Herbst die deutsche Übersetzung von „Die wahre Geschichte von Jeffrey Waters und seinen Vätern“ in der edition.fotoTAPETA. Er lebt in Warschau.
Marius Goldhorn
Geboren 1991, ist Autor von Essays, Gedichten und der Romane »Park« und »Die Prozesse«. www.mariusgoldhorn.com
Shelly Kupferberg
1974 in Tel-Aviv geboren, wuchs in West-Berlin auf. Sie studierte Publizistik, Theater- und Musikwissenschaften in Berlin. Neben zahlreichen Beiträgen für die ARD moderiert sie seit 30 Jahren Kultur-, Literatur und Gesellschaftsmagazine (DLF Kultur und radio3/rbb). Neben ihren regelmäßigen Live-Radiosendungen moderiert sie Konzerte, Lesungen und Tagungen, sowie Veranstaltungen für Kultureinrichtungen und Festivals. Im Herbst 2022 erschien ihr literarisches Debüt „Isidor“ bei Diogenes und stand auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, es wurde in mehrere Sprachen übersetzt und ist als Theateradaption am Wiener BURG-Theater zu sehen. Gerade erschienen ist ihr Roman „Stunden wie Tage“ (Diogenes).
Hans-Jürgen Bömelburg
Professor an der Universität Gießen, Co-Vorsitzender der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission der Historiker und Geografen. Forschungsschwerpunkte: Frühneuzeitliche Kultur-, Geistes- und Politikgeschichte des östlichen Europa Zeitgeschichte Ostmitteleuropas, Geschichte Polens (15.-20. Jh.), deutsch-polnische Beziehungsgeschichte sowie Regional- und Stadtgeschichte im östlichen Europa.
Eckhardt Fuchs
Direktor des Leibniz-Instituts für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut und Professor für Historische und Vergleichende Bildungsforschung an der Technischen Universität Braunschweig. Er hat an verschiedenen akademischen Einrichtungen gearbeitet und war Gastprofessor in Sydney, Umeå, Tokio und Seoul. Er ist als Schulbuchexperte für viele internationale Organisationen tätig und leitet bi- und multilaterale Schulbuchkommissionen in Europa. Zu seinen Forschungsinteressen gehören die globale Geschichte der modernen Bildung, internationale Bildungspolitik, Lehrplanstudien und Schulbuchentwicklung. Er hat etwa 20 Bücher und 200 Artikel zu diesen Themen veröffentlicht, darunter The Palgrave Handbook of Textbook Studies (2018). Von 2012 bis 2015 war er Präsident von ISCHE.
Igor Kąkolewski
Historiker und Didaktiker, Direktor des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Professor an der Universität in Olsztyn/Allenstein. Forschungsaufenthalte u. a. am King’s College London; Lehrtätigkeit als Gastprofessor an der University of Wisconsin–Madison sowie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Von 2005 bis 2010 am Deutschen Historischen Institut Warschau. Mitautor der Dauerausstellungen des Museums der Geschichte der polnischen Juden POLIN sowie des Museums der Polnischen Geschichte. Von 2012 bis 2022 polnischer wissenschaftlicher Koordinator der Arbeiten an der deutsch-polnischen Schulbuchreihe „Europa – Unsere Geschichte“.
Verena Laubinger
Historikerin und Geschichtsdidaktikerin. Sie arbeitet an der Georg-August-Universität Göttingen zu deutsch-polnischen sowie polnisch-skandinavischen Beziehungen und Visual History. Promoviert wurde sie mit einer Arbeit über die Darstellung von Besatzungsgesellschaften im besetzten Polen 1939–45 in Bildungsmedien. In ihrem derzeitigen Habilitationsprojekt forscht sie zu Demokratisierungsprozessen in der polnischen Gesellschaft um 1900. Sie ist seit 2020 Präsidiumsmitglied der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission der Historiker und Geografen.
Violetta Julkowska
Professorin für Geisteswissenschaften. Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Geschichte der Historiographie, Geschichtsdidaktik, Familiengeschichte. Sie arbeitet an der Fakultät für Geschichte der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań/Posen. Seit 2008 im Expertenrat des deutsch-polnischen Schulbuchprojekts, seit 2010 Mitglied des Präsidiums der Deutschen-Polnischen Schulbuchkommission, der sie seit 2020 als Ko-Vorsitzende vorsteht. Seit 2024 Mitglied des Komitees für Geschichtswissenschaften der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Mitorganisatorin von Bildungsprojekten, zuletzt Digitale Schule in Großpolen 2020 und 2030.
Joanna Pick
Unterrichtet am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Berlin und ist Präsidiumsmitglied der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission der Historiker und Geografen sowie Co-Sprecherin des deutsch-polnischen Lehrkräfte-Arbeitskreises.
Steffen Sammler
Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Leibniz-Instituts für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut, wo er u.a. European Forum for Reconciliation and Cooperation in History and Social Sciences Education (EFREC) koordiniert, und Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte und ihre Vermittlung am Institut für Geschichtswissenschaft der Technischen Universität Braunschweig. Für das Observatory on History Teaching in Europe des Council of Europe koordinierte er den thematischen Bericht „Economic Crises in History Teaching“.
Tomasz Stryjek
Institut für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften und Civitas-Universität in Warschau. Er beschäftigt sich mit Fragen der Geschichtsschreibung, nationalen Ideologien und Erinnerungspolitiken in Mittelosteuropa mit Schwerpunkt Ukraine, und forscht zu den polnisch-ukrainischen Beziehungen in Vergangenheit und Gegenwart. Seit 2025 Co-Projektleiter des Forschungsprojektes: „Transnationale Geschichte unterrichten: Deutschland – Polen – Ukraine Gemeinsame Schulbuchprojekte im Kontext des gesellschaftlichen Wandels nach Beginn der Invasion Russlands in der Ukraine 2022“.
Stephan Theilig
Historiker und Lehrer am Campus Oberbarnimschulen in Eberswalde. Er ist Codirektor des Instituts für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien (ICATAT) sowie Mitglied des Teachers Advisory Council des Fortunoff Archive for Holocaust Testimonies an der Yale University. Darüber hinaus ist er Mitglied des Lehrkräfte-Arbeitskreises der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission der Historiker und Geografen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der transnationalen Geschichte Ostmitteleuropas, insbesondere auf Verflechtungs- und Grenzraumprozessen zwischen Ostsee, Schwarzem Meer und den Steppenzonen. Ein besonderer Fokus gilt der Geschichte muslimischer Akteure und Gemeinschaften in Europa, vor allem den Tataren, sowie Fragen kultureller Hybridität, Identitätsbildung und des Kulturtransfers in vormodernen und modernen Kontexten. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit engagiert er sich intensiv in der historisch-politischen Bildung, insbesondere in deutsch-polnischen Projekten, der Entwicklung multiperspektivischer Unterrichtsformate sowie der Verbindung von Forschung, Schule und öffentlicher Geschichtsvermittlung.
Marcin Wiatr
Historiker, Erziehungs- und Literaturwissenschaftler. Seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Leibniz-Instituts für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut, wo er auf deutscher Seite die Arbeiten der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission und die bilaterale Schulbuchreihe „Europa – Unsere Geschichte“ koordiniert sowie seit 2021 die Deutsch-Tschechische Schulbuchkommission betreut.
Lars Björn Gutheil
Studierte Rechtswissenschaften an der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Southern Methodist University (SMU) in Dallas, Texas (USA), als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) promovierte er 2003 zum Thema „Werktitelschutz im U.S.-amerikanischen Recht“. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen absolvierte er zwei Jahre lang ein redaktionelles Volontariat bei der Tageszeitung „Rheinische Post“ in Düsseldorf. 2004 trat er als Persönlicher Assistent des Hauptgeschäftsführers der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein in das deutsche Kammernetzwerk ein. Zwei Jahre später wechselte er als Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliedermarketing zur Deutsch-Niederländischen Handelskammer (AHK) in Den Haag, wo er acht Jahre lang für den
Aufbau einer neuen Abteilung sowie die Implementierung neuer Formate zur Mitgliedergewinnung und politischen Interessenvertretung verantwortlich war. 2015 übernahm Lars Gutheil die Aufgabe des Stellvertretenden Geschäftsführers der Deutsch-Baltischen Handelskammer (AHK) in Estland, Lettland und Litauen. In den drei Ländern war er vor allem für die Bereiche Dienstleistungen und Projekte tätig und engagierte sich
insbesondere in den Themen Digitalisierung, Industrie 4.0 sowie bei der Begleitung deutscher Investoren. Seit 2019 arbeitet er als Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer in Warschau.
Ewa Łabno-Falęcka
Managerin, Kunstsammlerin, Aktivistin der Frauenrechte
Studium der Linguistik in Krakau, Berlin, Freiburg im Breisgau und Tübingen (Promotion). In den Jahren 1993–1999 im diplomatischen Dienst (Botschaft der Republik Polen in Bonn). Seit 2000 mit der Mercedes-Benz Group AG in Polen verbunden, seit 2015 Koordinatorin der Mercedes-Investitionen in Polen.
Kommentatorin in Wirtschaftsmedien, Mitgründerin und Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde des Museums für Moderne Kunst in Warschau (2008–2012) sowie der Stiftung zur Entwicklung der Bildung für die Industrie (Herausgeberin des Bestsellers „Maria Skłodowska-Curie – Albert Einstein. Briefe 1911–1932“).
Trägerin zahlreicher Preise und staatlicher Auszeichnungen, darunter „Verdiente für den Verkehr der Republik Polen“, „Verdiente für die Wirtschaft der Republik Polen“, das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland sowie der Preis der Europa-Universität Viadrina 2025.
Susanne Szech-Koundouros
Trat 1991 nach Abschluss ihres Jurastudiums in das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ein. Bereits früh in ihrer Laufbahn fand sie Anschluss an die europäische Arbeit: 1993 ging sie erstmals an die Ständige Vertretung Deutschlands in Brüssel, wo sie sich vor allem mit den Assoziierungsabkommen mit den baltischen Staaten befasste. Auch im weiteren Verlauf ihrer Karriere blieb die europäische Dimension ein prägendes Element – zunächst als Leiterin des Wirtschaftsreferats der Ständigen Vertretung (2008–2012), später als EU-Koordinatorin im Büro der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (2014–07/2018) in Berlin und schließlich als stellvertretende Ständige Vertreterin Deutschlands im COREPER I (2018–2022). Nach ihrer Rückkehr ins Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz übernahm sie ab September 2022 die Verantwortung der Bereiche Rohstoffpolitik, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschutz und Umweltrecht als Unterabteilungsleiterin. Seit Mai 2025 ist sie Leiterin der Abteilung Europa.
Dorota Kafara
Business Development Managerin in der deutschen Niederlassung der Polnischen Agentur für Investitionen und Handel. In ihrer täglichen Arbeit unterstützt sie polnische Unternehmen bei der Expansion auf den deutschen und schweizerischen Markt. Spezialistin für Public Diplomacy und Projektmanagement mit über 15 Jahren Erfahrung in der Koordination internationaler Veranstaltungen sowie politischer und wirtschaftlicher Treffen auf höchster Ebene. Von 2006 bis 2019 war sie Teil des Teams des Wirtschaftsforums – der größten Wirtschaftskonferenz in Mitteleuropa (Krynica, Karpacz), wo sie unter anderem als Programmdirektorin tätig war. Absolventin der Politikwissenschaften und der Slawistik an der Universität Warschau.
Linn Selle
Alfred-von-Oppenheim-Leiterin, Europa-Zentrum | Alfred-von-Oppenheim-Head, Europa-Zentrum der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.
Edwin Bendyk
Vorstandsvorsitzender der Stefan-Batory-Stiftung, Journalist, Schriftsteller und Publizist der Wochenzeitschrift Polityka.
Stefan Meister
Leiter des Zentrums für Ordnung und Governance in Osteuropa, Russland und Zentralasien der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.
Davor war er Direktor des Südkaukasus Büros der Heinrich Böll Stiftung in Tbilisi (2019-21). Er war davor bei der DGAP Leiter des Robert Bosch-Zentrums für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien (2017-19) und Programmleiter für Osteuropa, Russland und Zentralasien sowie Senior Policy Fellow im Wider Europe Team des European Council on Foreign Relations (2013/14). Meister war mehrfach Wahlbeobachter für die OSZE und die EU in postsowjetischen Ländern. Als Fellow an der Transatlantic Academy in Washington D.C. (2015/16) hat er zu russischer Desinformation gearbeitet.
Stefan Meister promovierte zum Thema „Transformation des russischen Wissenschafts- und Hochschulwesens“ (2007) und hat Politikwissenschaft und Osteuropäische Geschichte an den Universitäten Jena, Leipzig und Nischnij Novgorod studiert. Er publizierte als Ko-Autor die Bücher „The Eastern Question” (2016), “The Eastern Voices” (2017) and “The Russia File” (2018) alle bei Brookings press. 2019 war er Mitherausgeber des Buches “Geo-politics and security. A new strategy for the South Caucasus”.
Agnieszka Gąsior
Direktorin des Schlesischen Museums zu Görlitz, ist Kunsthistorikerin und Germanistin. Geboren in Zielona Góra/Grünberg war sie von 2001–2019 am heutigen Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) an der Universität Leipzig tätig und übernahm 2021 die Leitung des Schlesischen Museums zu Görlitz. Sie ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Publikationen und Sammelbände.
Łukasz Galusek
Befasst sich mit öffentlicher Diplomatie sowie mit Kultur, Kunst und Architektur Mitteleuropas. Direktor des Schlesischen Museums in Kattowitz; von 2018 bis 2025 Programmdirektor des Internationalen Kulturzentrums in Krakau.
Mitglied des Programmrates des Polnisch-Tschechischen Forums beim polnischen Außenminister. Mitbegründer von DILEMMA. The Mobile Academy of Dialogue, einem Netzwerk von Intellektuellen und Künstlern aus Mitteleuropa, dem Balkan und dem Kaukasus. Mitglied des Gesellschaftlichen Komitees zur Erneuerung der Krakauer Baudenkmäler sowie des Europäischen Netzwerks der Museen für Stadtgeschichte am Museum für Geschichte Barcelonas.
Raphael Gross
Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum (DHM) und lehrt an der Universität Leipzig. Zuvor war er Direktor des Leo Baeck Instituts London, des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, des Fritz Bauer Instituts und Leiter des Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig. Am DHM realisiert er die internationale wissenschaftliche Symposiumsreihe „Historische Urteilskraft“ und leitet die dort angesiedelte Stabsstelle zur Realisierung eines Dokumentationszentrums „Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzung in Europa“.
Robert Kostro
Historiker, Publizist, Kulturmanager. Direktor des Hauptarchivs für alte Akten. In den 1980er Jahren engagierte er sich in der demokratischen Opposition. Mitbegründer und Direktor des Museums für polnische Geschichte (2006–2024). Er schrieb für u. a. „Polityka Polska“, „Życie“, „Kwartalnik Konserwatywny“, „Rzeczpospolita“, „Więzi“, „Nowe Książki“ und „IWM Post“. Mitautor u. a. der Bücher „Pamięć i odpowiedzialność“ (2005) und „Państwowiec w muzeum“ (2025).
Peter Oliver Loew
Direktor des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt. Historiker und Kulturwissenschaftler, Übersetzer, Honorarprofessor an der TU Darmstadt. Er beobachtet die politische und kulturelle Szene in Polen. In seinen Forschungen beschäftigt er sich mit der Geschichte und Gegenwart Polens und der deutsch-polnischen Beziehungen, mit Minderheiten, der Stadt Danzig, aber auch mit Fragen von Musik, Literatur, Nation und Gesellschaft.
Paweł Machcewicz
Historiker, Professor am Institut für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften. In den Jahren 2008–2017 Gründer und erster Direktor des Museums des Zweiten Weltkriegs in Danzig. Er hat zahlreiche Bücher zur Geschichte des 20. Jahrhunderts sowie zu zeitgenössischen Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit veröffentlicht, darunter Muzeum (2017; deutsche Ausgabe: Der umkämpfte Krieg. Das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig. Entstehung und Streit, 2018), Schuld, Strafe, Politik. Die Abrechnung mit den Verbrechen des Zweiten Weltkriegs (2021; Koautor: A. Paczkowski) sowie Nationaler Kommunismus auf polnische Art. Moczars „Partisanen“ (2025).
Marcin Napiórkowski
Semiotiker, Professor am Institut für Polnische Kultur der Universität Warschau. Er beschäftigt sich mit Kulturgeschichte, kollektivem Gedächtnis sowie mit der Rolle von Erzählungen bei der Bildung von Gemeinschaften und bei Entscheidungsprozessen. Autor zahlreicher wissenschaftlicher Artikel und Monografien.
Ständiger Mitarbeiter der Krakauer Wochenzeitschrift Tygodnik Powszechny; Veröffentlichungen u. a. auch in Więź, Znak, Polityka und Gazeta Wyborcza. Seit September 2024 ist er Direktor des Museums der Geschichte Polens.
Robert Parzer
Beschäftigt sich mit der Geschichte der nationalsozialistischen Verbrechen in Deutschland und im besetzten Polen. Er war an verschiedenen Institutionen tätig, darunter dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, dem Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden und der Stiftung Sächsische Gedenkstätten. Seit März 2023 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin. Er legte verschieden Publikationen zu den nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen, Desertionen im Zweiten Weltkrieg und zu Aspekten der Erinnerungskultur in virtuellen Räumen vor.
Magdalena Saryusz-Wolska
Professorin für Kulturwissenschaften und forscht zu Erinnerungskulturen in Deutschland und Polen. Seit 2024 ist sie Direktorin des Deutschen Historischen Instituts Warschau. Zuvor arbeitete sie u.a. an der Universität Łódź, dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften sowie der Johannes Gutenberg Universität-Mainz. Zuletzt erschien von ihr: „Microhistories of Memory. Remediating the Holocaust by Bullets in Post-War West-Germany” (New York and Oxford 2023).
Thorsten Smidt
Studium der Kunstgeschichte, Germanistik, Philosophie in Köln, Hamburg und Warschau.
Nach Stationen bei der Museumslandschaft Hessen Kassel und dem Städel Museum in Frankfurt seit 2016 Ausstellungsdirektor der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Przemysław Terlecki
Direktor des Großpolnischen Museums der Unabhängigkeit (Posen). Absolvent der Universität Posen, Politikwissenschaftler und Kulturmanager, Förderer der Geschichtsvermittlung, langjähriger ehemaliger Radio- und Fernsehjournalist, verbunden mit dem Polnischen Rundfunk und dem öffentlich-rechtlichem Fernsehen. Manager und Organisator zahlreicher Projekte im Bereich der historischen Erinnerung, Autor von Szenarien für historische Inszenierungen sowie Koordinator großer Massenveranstaltungen zur Vermittlung der Geschichte Polens.
Als Bevollmächtigter des Woiwoden von Großpolen war er für die Vorbereitung und Organisation der Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Wiedererlangung der polnischen Unabhängigkeit sowie zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Großpolnischen Aufstands verantwortlich. Zuvor war er im Jahr 2016 Koordinator der zentralen Feierlichkeiten zum 1050-jährigen Jubiläum der Taufe Polens und vertrat dabei die kirchliche Seite. Mitglied des Gesellschaftlichen Beirats beim Metropoliten von Posen, Erzbischof Zbigniew Zieliński.
Seit Februar 2020 ist er Direktor des Großpolnischen Museums der Unabhängigkeit sowie Initiator des Baus des neuen Sitzes des Museums des Großpolnischen Aufstands, dessen Errichtung im Februar 2024 begonnen hat. Einer der Hauptinitiatoren der Einführung eines neuen staatlichen Feiertags im Jahr 2021 – des Nationalen Tages des Siegreichen Großpolnischen Aufstands 1918–1919.
Rafał Wnuk
Erforscht die antisowjetische und antideutsche Widerstandsbewegung in Europa im 20. Jahrhundert. Autor u. a. der Bücher Unter dem ersten Sowjetherrn. Die polnische Untergrundbewegung in den östlichen Grenzgebieten der Zweiten Polnischen Republik (September 1939 – Juni 1941); Die Waldbrüder. Der antikommunistische Untergrund in Litauen, Lettland und Estland 1944–1956; Unbeugsame oder Realisten? Der polnische antikommunistische Untergrund ohne Pathos (Koautor: S. Poleszak).
Ideengeber und Chefredakteur des Atlas des polnischen Unabhängigkeitsuntergrunds 1944–1956, Mitgestalter der Dauerausstellung und Direktor des Museums des Zweiten Weltkriegs in Danzig.
Ingo Wuttke
Historiker und kam 2008 ins Ruhr Museum, wo er als Volontär an der Entstehung der neuen Dauerausstellung auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein mitwirkte. In der Folgezeit Mitarbeit an zahlreichen Ausstellungsprojekten des Museums. Nach seiner Dissertation über den Stahlindustriellen Ernst Poensgen (2021) ist er seit 2022 im Ruhr Museum als Kurator für Industrie- und Zeitgeschichte tätig.