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  • 05 Mar 08 Mar

    Fünfter Kongress Polenforschung: Gerechtigkeit

    Das Streben nach politischer und sozialer Einheit und Solidarität in Europa ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Unter den einzelnen Staaten ebenso wie innerhalb der nationalen Gesellschaften ist die gerechte Verteilung von materiellen Ressourcen, aber auch von Lasten umstritten. Ebenso steht die ungleiche Partizipation an politischen, sozialen und kulturellen Prozessen in der Kritik. Der 5. Kongress Polenforschung konzentriert sich deshalb auf das Thema Gerechtigkeit, das in einem breiteren Begriffsfeld unter anderem Gleichheit, Recht, Normen, Werte und Moral ebenso wie deren Verneinungen umfasst. In gegenwärtiger und in historischer Perspektive sollen am Beispiel Polens Vorstellungen von Gerechtigkeit sowie Praktiken ihrer Realisierung identifiziert und diskutiert werden. Dabei interessiert Polen im europäischen Vergleich und in globaler Verflechtung. Fest steht, dass Gerechtigkeit eine subjektive Kategorie ist. Es gilt daher zu untersuchen, wie Gerechtigkeit jeweils definiert und inszeniert wird: Wie werden Gerechtigkeit bzw. eine gerechte Ordnung sprachlich und normativ gefasst? Welche AkteurInnen eignen sich den Diskurs über Gerechtigkeit an? Auf welche gesellschaftlichen Felder konzentrieren sie sich? Wie soll Gerechtigkeit hergestellt werden? Welche Utopien von Gerechtigkeit gibt es, und wie werden sie medial kommuniziert? Je nach fachlicher Perspektive treten unterschiedliche Themen in den Blick: die Aushandlung von Recht, Normativität und das Gerichtsverfahren, das Streben nach Gleichberechtigung in politischen Bewegungen, emotionale Aspekte in der Definition von Gerechtigkeitsnormen, der unterschiedliche gesellschaftliche Status von Sprachen und Dialekten, Vorstellungen von Gerechtigkeit und Ethik in der fiktionalen Literatur, die Geschichtlichkeit von Gerechtigkeitsentwürfen etc. Die feierliche Eröffnung des Kongresses findet am Donnerstag, den 5. März 2020 in der Aula der MLU Halle um 17.30 Uhr statt. Den Festvortrag hält die Schriftstellerin Dr. Petra Morsbach. Weitere Informationen zum Kongress, einschließlich Programm: www.polenforschung.de
  • 18 May 18 May

    Zukunft der Pflege in der europäischen Gesellschaft

    Schwerpunkt des Projekts ist die Konferenz am 18.05.2020, in der die Entwicklung der Betreuung von älteren und/oder behinderten Menschen in Europa, insbesondere in Polen und Deutschland, behandelt wird.

    In Deutschland gibt es zunehmend einen erheblichen Personalmangel im Pflegebereich und auch in Polen sind Personalengpässe zu erkennen. Betrachtet werden soll gemeinsam, ob dieser Engpass in der Zukunft durch die zunehmende Digitalisierung der Arbeit in der Pflege beseitigt werden kann, ob der Einsatz von Ehrenamtlichen hilft und wie sich neue Einrichtungen auf die Veränderung der Arbeit in der Pflege einstellen.

    Die Gäste aus Kwidzyn, die alle direkt oder indirekt in der Betreuung von älteren oder behinderten Personen aktiv sind, berichten über ihre Erfahrungen in der Pflege und zeigen Perspektiven bis 2030 auf.


  • 29 May 04 Jun